Sehnsucht nach Faksimiles im digitalen Zeitalter

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Immer mehr bedeutende Handschriften der Kulturgeschichte werden im Internet zugänglich gemacht. Doch parallel dazu wächst das Bedürfnis, wenigstens faksimilierte Originale in die Hand nehmen zu können. Das wirkt sich auch im Bereich der Bibelhandschriften aus.

Wer aus Neugier oder Forscherdrang eine alte Handschrift konsultieren möchte, erlebt in der Bibliothek, die den Schatz birgt, oft eine herbe Enttäuschung. Die Bibliothekare rücken den Schatz nicht heraus. Die akademischen Titel des Bittstellers beeindrucken die Hüter der Manuskripte nicht. Statt des Originals legen sie dem Besucher einen Band mit Bildtafeln vor. In einem Sonderlesesaal darf er unter strenger Aufsicht in einem aufwendig produzierten, auf Samt gebetteten Faksimile blättern. Die Anfertigung von Notizen ist nur mit Bleistift – und neuerdings mit Notebook – erlaubt.

Die Online-Bibliothek
So war es bis vor wenigen Jahren in Oxford, London, München, Zürich – in allen grossen, Handschriftenschätze hütenden Bibliotheken der Welt. Dann hat sich binnen weniger Jahre – oder sogar Monate – alles geändert. Der Gang in die Bibliothek hat sich fast überall erübrigt. Der Forscher benötigt nur einen Bildschirm und einen Zugang zum Internet.

Viele Bibliotheken haben ihre Handschriften Blatt für Blatt ins Internet gestellt. Tatsächlich ist die Zahl der im Internet verfügbaren Handschriften gewaltig. Das gilt auch für Bibelhandschriften. In diesem Fall ist sogar fast die gesamte Textforschung aus den wissenschaftlichen Zeitschriften ausgewandert, um in Datenbanken, virtuellen Bibliotheken und Arbeitsräumen eine neue Heimat zu finden.

Ein Beispiel dafür ist der «New Testament Virtual Manuscript Room», eingerichtet und gewartet vom Institut für neutestamentliche Textforschung an der Universität Münster. Ein weiteres Beispiel bietet die dem Codex Sinaiticus, einer einzigen Handschrift, gewidmete Website. Die Blätter der griechischen Bibelhandschrift sind auf die British Library, die Russische Nationalbibliothek St. Petersburg, das Katharinenkloster auf dem Sinai und die Universitätsbibliothek Leipzig verteilt; unter einer Web-Adresse – Codex Sinaiticus - Home – ist die Handschrift zusammengefügt, in Druckbuchstaben umgesetzt und mit einer englischen Übersetzung versehen.
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Geschichte muss mehr sein als Entertainment

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Das deutsche Geschichtsfernsehen hat sich aus der Debattenkultur verabschiedet und bleibt weit hinter seinen Möglichkeiten zurück.

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[/INDENT]Ein Plakat zur ZDF-Serie "Die Deutschen" zeigt August den Starken in Rockerkluft

Von Anfang an reizte der Filmprojektor dazu, die Zeit umzukehren. Als die Brüder Lumière am 28. Dezember 1895 ihre ersten bewegten Bilder vorführten, zeigten sie unter anderem Arbeiter, die eine Mauer einreißen. Unter fasziniertem Gelächter ließen sie den Streifen anschließend rückwärts laufen. Die Mauersteine schwebten erst langsam, dann ruckartig in die Höhe.

Nichts anderes macht das Geschichtsfernsehen der Gegenwart. In der ersten Folge der jüngst ausgestrahlten ZDF-Reihe [I]Die Deutschen[/I] (Staffel 2) blickt der Zuschauer in ein Karolingergrab. Neben einem derangierten Gerippe rostet, was einmal ein Schwert war, und während der Off-Sprecher die frühmittelalterliche Schmiedekunst preist, beginnt die Klinge zu glänzen, die verstreuten Rippen fügen sich zu einem Brustkorb, der Schädel reckt sein Kinn. Wenige Sekunden später steht vor uns ein Knochenmann anno 800, in einer Überblendung wird aus ihm ein Mensch aus Fleisch und Blut, ein Untoter – Bildungsfernsehen aus dem Geist des Zombiefilms.

Doch das Problem des deutschen Geschichtsfernsehens ist nicht allein, dass historische Ereignisse auf dem Bildschirm immer häufiger in Gestalt einer sich als Wirklichkeit aufspielenden Fiktion daherkommen. Vielmehr ist hier die Vergangenheit im Lauf der Jahre langsam aber sicher unschädlich gemacht worden.
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Am Anfang war die Höhle

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«Modern ist, was schnell modert», meinte einmal der Wiener Kunsthändler Benno Geiger, genialer Entdecker etlicher Gemälde Arcimboldos, erbärmlicher Übersetzer Dantes und Verfasser so giftiger Aperçus, dass er den Opfern seiner Bosheit wie ein neuer Aretino vorkam. Man mag es etwas holprig finden, doch lässt sich kaum treffender als mit Geigers Aperçu zusammenfassen, was seit etwa vierzig Jahren die Geschichte des wissenschaftlichen Bibliothekswesens prägt. Da folgt ein Katalog-Regelwerk dem anderen, ein Format für den elektronischen Datenaustausch dem anderen. Im Wechsel ertönen die Schlachtrufe derjenigen, die für das Konzept des elektronischen Publizierens im «Open Access» werben oder für die Wahrung von Urheberrechten der Autoren streiten. Bald gilt der ungehinderte Zugang zu möglichst vielen Büchern in Freihandaufstellung, bald die Bewahrung der vom Papierzerfall bedrohten Druckwerke als dringlichste Aufgabe. Den immerhin seit über hundert Jahren bewährten Mikrofilm sehen die einen als die sicherste Form der Speicherung alter Dokumente an, andere wollen es mit immer neuen Medien versuchen. Einmal galt die CD-ROM als ideale Speicherform; indes wird ihr Ende seit zwei Dezennien für jedes Jahr einmal als unmittelbar bevorstehend vorausgesagt.
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Wikipedia: Je umstrittener, desto besser

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[b]
Was taugen die Geschichtsartikel der Online-Enzyklopädie Wikipedia? Ein Gespräch mit dem Historiker Peter Haber.[/b]

[b]DIE ZEIT:[/b] Herr Haber, nutzen Sie Wikipedia für Ihre Arbeit?
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[b]Peter Haber:[/b] Ja, oft – und gerne.

[b]ZEIT:[/b] Hegen Historiker da keine Vorbehalte?

[b]Haber:[/b] Doch. Viele Kollegen sind sehr skeptisch. Es wird allerdings kaum über das Thema gesprochen.

[b]ZEIT:[/b] Weil man nur ungern zugibt, bei Wikipedia nachgelesen zu haben?

[b]Haber:[/b] Auch. Zugleich ist der Blick in die Wikipedia heute so selbstverständlich wie der Griff zum Brockhaus.

[b]ZEIT:[/b] Wobei das nicht dasselbe ist. Sonst hätten Sie an der Universität Wien nicht ein Forschungsseminar Wikipedia und die Geschichtswissenschaften geleitet. Wodurch unterscheidet sich Wikipedia von herkömmlichen Enzyklopädien?
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Jenseits von Asterix

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In Frankreich und den USA haben historische Comics Tradition. Jetzt ziehen die deutschen Zeichner nach.


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Elender Krieg: Der erste Teil von Jacques Tardis Comic erschien 2006

Eben noch paradierten sie in ihren Uniformen unter dem Jubel der Bevölkerung durch die Straßen von Paris, Berlin und Wien, im nächsten Bild sind sie nur noch verwesende Körper, die an einem sonnigen Tag des Jahres 1914 auf einem namenlosen Feld von Krähen zerpickt werden – mit dieser Sequenz eröffnet der französische Zeichner Jacques Tardi seinen Comic Elender Krieg. Der erste Teil, 1914–1915–1916, ist 2006 erschienen, Teil zwei ist für dieses Jahr angekündigt.

Auf einem Szenario des Historikers Jean-Pierre Verney beruhend, der außerdem eine militärhistorische Analyse sowie Fotodokumente beigesteuert hat, führt Tardi vor Augen, welche Folgen die auf hohe Opferzahlen und Profit gerichtete Modernisierung der Kriegsmittel hatte: Er zeigt das Leiden und Sterben der Soldaten in aller Drastik, zeigt die zerfetzten, zerstückelten Leiber und kontrastiert diese Bilder mit den kriegsverherrlichenden Reden der mächtigen »alten Männer«. Das ist nicht besonders subtil, seine aufklärende Wirkung aber verfehlt es nicht: Elender Krieg ist, trotz seiner nicht unproblematischen Schreckensästhetik eine hervorragende Lektüre für den Geschichtsunterricht.

Tardis Bildromane – darunter weitere Werke über den Ersten Weltkrieg und eine Schilderung der Pariser Kommune – zählen zu einem Genre, das zwar nicht neu ist, aber seit einiger Zeit geradezu boomt: Von Marjane Satrapis Erinnerungen an ihre Kindheit in Iran (Persepolis) bis zu Flix’ Cartoons über die Wendezeit (Da war mal was…) sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Comics erschienen, in denen historische Ereignisse nicht bloße Kulisse, sondern das eigentliche Thema sind.
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Die Tränen der Erinnerung

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Die Geschichtswissenschaft sucht zur Geschichte einen anderen Zugang als das – kollektive – Gedächtnis oder die Vergangenheitspolitik. Die Spannung zwischen den beiden Weisen der Erinnerung kann, sie muss aber nicht zu Konflikten führen.
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Nur der Irre überlebt in der irren Welt

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[b]Grimmelshausens »Simplicissimus« ist auch in der neuen, geschmeidigen Übersetzung von Reinhard Kaiser noch ein wüster Held.[/b]

In seiner Kurzen Geschichte der deutschen Literatur erwähnt Heinz Schlaffer den Simplicissimus nur am Rande. Der 1668/69 erschienene Roman des Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen schwächt Schlaffers zentrale These, die deutsche Literatur, abgesehen von der weitgehend vergessenen des Mittelalters, habe erst um 1750 begonnen, mit Klopstock, Wieland, Lessing. Alles davor Geschriebene sei, verglichen mit dem Niveau der europäischen Literatur, bloß epigonal und zweitrangig. Das ist nicht abwegig, wenn man sich vor Augen hält, dass es im 16. Jahrhundert für Cervantes, Montaigne oder Shakespeare keine deutschen Parallelen gibt, und das gilt auch für die Lebenszeit Grimmelshausens (1622 bis 1676), als Molière und Racine, Milton und Calderón Werke von weitreichender Wirkung schufen. Die Wirkung des Simplicissimus blieb auf Deutschland beschränkt, und dort stand er allein auf weiter Flur.

Das relative Zurückbleiben der deutschen Literatur hat viele Gründe, und den wichtigsten davon versteht man leicht, wenn man den Simplicissimus liest. Auf den rund 700 Seiten der neuen Ausgabe findet man nichts seltener als ein friedvolles Leben und nichts häufiger als Bestialität, Gewalt und Mord. Die verschiedenen Religionskriege, von denen der sogenannte Dreißigjährige (1618 bis 1648) nur der längste und heftigste war, hatten Mitteleuropa in einer Weise verheert, die noch lange nachwirkte, bis hin zu der verspäteten, ideologisch aufgeladenen Bildung einer deutschen Nation.
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Bibliothek der Welt

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Ein ambitionierteres Digitalisierungsprojekt kann man sich kaum denken: Mit der „World Digital Library“ soll eine Online-Weltbibliothek entstehen, die bedeutende Schriften unterschiedlichster Kulturen frei zugänglich im Internet zur Verfügung stellt. Bislang sind 32 Institutionen beteiligt, doch Ziel ist es, in jedem Land der Welt mindestens einen Projektpartner zu finden. Der Nahe Osten ist schon jetzt mit Bibliotheken im Irak und Saudi- Arabien sowie der Biblioteca Alexandrina vertreten.

Das europäische Pendant zum Projekt ist die Europeana, für die mehr als 1000 Archive, Museen und Bibliotheken ihre Bestände zur Verfügung gestellt haben.
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Ein verschwenderischer Historiker

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Ist der Vorname nicht der Stern, der ein Leben erleuchtet und zugleich überschattet? Angelus Gottfried Thomas – so liessen die grossbürgerlichen Eltern, der Lübecker Senatorensohn Thomas Mann und die Professorentochter Katia Mann geb. Pringsheim, ihren am 27. März 1909 in München geborenen Knaben taufen. Zeit seines Lebens aber nannte der sich nicht Angelus oder Gottfried, sondern Golo. In dem schon vom Kleinkind benutzten Kosenamen klingt beinahe das Stolpern an, das charakteristisch für dieses Leben werden sollte. Es war Golo Mann teuer, auch wenn er oft lieber würdevoll einhergeschritten wäre.
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Renommierter Historiker zerpflückt Stauffenberg-Film

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Der Berliner Geschichtsprofessor Peter Steinbach, einer der führenden Kenner des Widerstands gegen den Nationalsozialismus, hat an Tom Cruises Stauffenberg-Film kein gutes Haar gelassen. "Operation Walküre" sei an vielen Stellen "unsäglich falsch", erklärte Steinbach im "Hamburger Abendblatt". Der Historiker leitet die Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin.
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Historiker fordern Abdruck von Hitlers Hasstiraden

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Der Streit um die historischen Zeitungen aus der Nazi-Zeit geht weiter: Historiker haben sich für den Abdruck der NS-"Zeitungszeugen" ausgesprochen. Hans Mommsen, Barbara Distel und andere wandten sich an das Bayerische Finanzministerium. Die Lektüre schütze vor einer "Mystifizierung".
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Bayern verbietet Abdruck von Nazi-Hetzblättern

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Das bayerische Finanzministerium hat als Inhaber der Rechte des früheren NS-Verlags Eher den Originalnachdruck von Nazi-Hetzblättern durch das Projekt „Zeitungszeugen“ untersagt. Der ersten Edition sei ein kompletter Nachdruck einer Ausgabe der Goebbels-Zeitung „Der Angriff“ von 1933 lose beigefügt, teilte das Ministerium am Freitag in München mit.

Für die zweite Ausgabe im Rahmen des wissenschaftlichen Projekts sei der Faksimiledruck des ebenfalls im Eher-Verlag erschienen Nazi-Organs „Völkischer Beobachter“ geplant. Das Ministerium forderte „Zeitungszeugen“ auf, eine Unterlassungserklärung abzugeben und bereits im Umlauf befindliche Exemplare einzuziehen. Die Edition war vor gut einer Woche erstmals erschienen.

Die Eher-Verlagsrechte waren nach Ende des Zweiten Weltkriegs auf den Freistaat Bayern übergegangen. Damit wurde dessen Regierung auch die Verantwortung übertragen, die Verbreitung von NS-Propaganda zu unterbinden. Abdruckgenehmigungen für Gesamtwerke erteilte der Freistaat weder im In- noch im Ausland. Die Staatsregierung begründet dies auch mit dem Respekt gegenüber den Opfern des Holocaust.

„Zeitungszeugen“-Chefredakteurin Sandra Paweronschitz sprach von einem Angriff auf die Pressefreiheit, gegen den man juristisch vorgehen werde – notfalls bis vor das Bundesverfassungsgericht. Es gebe keine Missbrauchgefahr durch rechtsradikale Propaganda, erklärte sie.
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Gefälschte Landkarten

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Griechenlands antike Bauwerke sind nicht immer leicht zu finden. Regelmäßig weisen selbst Navigationsgeräte Irrwege. Fast scheint es, nicht nur die Sehenswürdigkeiten selbst, sondern auch manche Landkarten Griechenlands stammten aus dem Altertum, so wenige Straßen sind verzeichnet. Doch die Karten sind nicht überholt, sie sind gefälscht.

"In Griechenland und vielen anderen Ländern gibt es eine lange Geheimhaltungs-Tradition für Verkehrswege", sagt Kurt Brunner, Kartograph an der Universität der Bundeswehr München. Brunner ist Dutzenden Landkarten-Fälschungen auf die Spur gekommen.
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Mysteriös – Alte Landkarten waren ihrer Zeit voraus

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Woher wusste der Kartograf Martin Waldseemüller schon 1508 von einem großen Ozean jenseits von Amerika? Und warum publizierte er acht Jahre später eine zweite Karte, auf der Südamerika als ein Teil Asiens und damit nicht mehr als eine „Insel" verzeichnet ist? Ein Historiker hat die Begleittexte der Karte neu übersetzt.
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D'Artagnan starb in Holland

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"Einer für alle und Alle für einen", diesen Wahlspruch der Figuren aus Alexandre Dumas Roman "Die drei Musketiere" kennt jeder. Nur wenige wissen jedoch, dass die legendären Charaktere reale Vorbilder hatten. Eine französische Historikerin folgt seit Jahren den Spuren der Degenhelden Athos, Porthos, Aramis und deren Gefährten D'Artagnan. Jetzt ist sie offenbar auf die letzte Ruhestätte von Charles de Batz de Castelmore, comte d'Artagnan gestoßen, der Dumas zu seinem Musketierkapitän inspirierte.
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Platzanweiser der Geschichte

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Nach gut zwanzig Jahren schließt Hans-Ulrich Wehler sein deutsches historisches Großprojekt ab
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100 Jahre Bücher

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Der Rowohlt Verlag kann in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiern. Gegründet wurde er 1908 von Ernst Rowohlt. Stiller Teilhaber wurde Kurt Wolff, der nach Streitigkeiten mit Rowohlt 1912 den Verlag mitsamt den Autorenrechten übernahm.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs gründete Ernst Rowohlt erneut ein Verlagsunternehmen, diesmal in Berlin. Von 1933 an wurden 50 Prozent der Bücher des Verlags beschlagnahmt, verbrannt und verboten. Wegen der Verlegung des Buchs eines jüdischen Schriftstellers mit Berufsverbot belegt, emigrierte Rowohlt 1938 nach Brasilien. Der Verlag wurde als Tochtergesellschaft der Deutschen Verlags-Anstalt in Stuttgart angegliedert, 1943 dann endgültig geschlossen.

Die dritte Verlagsgründung schließlich erfolgte 1945 durch den Sohn Ernst Rowohlts, Heinrich Maria Ledig. 1950 siedelte die Redaktion nach Hamburg über, 1955 erschienen die ersten Taschenbuchreihen mit dem Kürzel „rororo“. 1960 wurde der Firmensitz nach Reinbek bei Hamburg verlegt. Seit 1982 gehören die Rowohlt Verlage, zu denen auch der Kindler Verlag, Rowohlt Berlin Verlag, Wunderlich Verlag und der Rowohlt Theater Verlag gehören, zur Holtzbrinck-Gruppe.
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Die besten historischen Bücher des Jahres 2007

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DAMALS, das Magazin für Geschichte und Kultur, zeichnet nun schon zum neunten Mal die besten historischen Sachbücher aus. Die hochkarätige Jury setzt sich aus renommierten Wissenschaftlern und Vertretern der Medien zusammen: Prof. Dr. Stig Förster, Bern; Prof. Dr. Hartmut Leppin, Frankfurt am Main, Prof. Dr. Ulrich Herbert, Freiburg, Prof. Dr. Jürgen Osterhammel, Konstanz, Prof. Dr. Gabriela Signori, Konstanz, Dr. Franziska Augstein, Süddeutsche Zeitung, Dr. Michael Jeismann, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Dr. Günter Müchler, Deutschlandfunk.
Die Jury beurteilte die Bücher in sieben Kategorien und wählt außerdem ihre “Nummer 1”, “Das historische Buch des Jahres 2007”.
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Geschichtsbuch - Tücken und Lügen

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Geschichte geht weit über Krisen und Kriege hinaus. Der zweite Band des deutsch-französischen Geschichtsbuchs räumt mit Mythen auf. Die Themen haben es in sich.
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Geschichte, mal ehrlich

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Endlich ein guter Fernsehfilm über den Zweiten Weltkrieg: Das ZDF zeigt Joseph Vilsmaiers »Gustloff«

Der Krieg ist ein Meister aus Deutschland. Er trägt Korvettenkapitänsmütze, Marine-helferinnenabzeichen, Parteiuniform, Stahlhelm oder einfach nur diese entschlossene Endsiegmiene, damit die Flüchtlinge, die überleben wollen, gleich wissen, dass sie »in diesen schweren Zeiten« nicht auf Schonung hoffen dürfen. Denn der Krieg hat ein Herz aus Stahl. Er ist eine Maschine aus U-Booten, Flakgeschützen, Bombern. Er schläft Gewehr bei Fuß und in Uniform, Zivilisten aber sind für ihn Ballast, der die zügige Überfahrt frischer Soldaten von Gotenhafen nach Kiel behindert. Rettungsboote braucht er nicht, Geleitschutz lehnt er ab. Dieser Meister aus Deutschland opfert leichthin deutsche Frauen und Kinder, vorher bezichtigt er sie noch mangelnder Siegesgewissheit und klaubt aus der Masse der Todgeweihten ein paar brauchbare Halbwüchsige für den Volkssturm heraus.

Wer hätte gedacht, dass Guido Knopps Geschichtswerkstatt einmal einen konsequent antirevisionistischen Antikriegsfilm über das Ende des Dritten Reichs produzieren könnte?
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Was war die größte Fälschung aller Zeiten?

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Die Hitlertagebücher waren es nicht - die wurden schnell entlarvt. Doch es gibt ein Dokument, das für etwa 600 Jahre für echt gehalten wurde - mit gravierenden historischen Folgen.
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Geschichte light in Computerspiele

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Historische Computerspiele sind beliebt. Doch wie wahr ist die Antike, die über den Bildschirm flimmert? Ein Gespräch mit einem Experten
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Mr. Geschichtswettbewerb

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Wenn die Schule aus ist, fängt sein Unterricht erst an: Werner Ostendorf aus Mainz macht sich mit seinen Schülern auf Spurensuche in die Geschichte. Wieder und wieder haben die Kinder den Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten gewonnen. Doch dieses Jahr bekam auch der Lehrer einen Preis.
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„Sachbücher klären nicht auf, sie klären den Leser ab“

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Stephan Porombka ist Professor für Literatur und Kulturjournalismus am kulturwissenschaftlichen Fachbereich der Universität Hildesheim. Sciencegarden sprach mit ihm über die Illusion der Aufklärung durch Wissenschaftsjournalismus, den „information flow“ und PR-scheue deutsche Wissenschaftler.
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Schlechte Noten für Schulbücher - auch in Geschichte

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Berlin (AP) An deutschen Schulen wird teilweise mit fehlerhaften und didaktisch schwachen Schulbüchern unterrichtet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Stichprobe der Stiftung Warentest, die am Donnerstag in Berlin veröffentlicht wurde. Untersucht wurden 17 Biologie- und Geschichtsbücher aus drei Bundesländern, es gab mehrfach die Note «mangelhaft».
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(C) Daniel Oswald