Bier für die Toten

News in Hochkulturen Mesopotamiens 1 Kommentar »
[b]Oberschenkelknochen zwischen Armreifen aus glänzenden Perlen: In Syrien haben deutsche Archäologen eine 3300 Jahre alte Grabkammer entdeckt.[/b]

Die Schüsseln vom letzten Ahnenmahl standen noch gestapelt unter den glatt polierten Steinbänken, als Peter Pfälzner die Grabkammer als erster Mensch nach mehr als 3300 Jahren wieder betrat. Das Skelett einer Frau lag auf einer Bank, und über die Kante ragte ein goldener Reifen mit 130 Perlen und Steinen aus aller Welt ins Nichts. Ein bizarres Bild. "Auf dem Sarkophag neben ihr stand noch eine Schale für die toten Vorfahren", erzählt er. "Als wir sie wegnahmen, war das einer der Momente, in denen man die Zeit spürt."
Weiterlesen »

Archäologie in Irak: Der Banausen-Bau zu Babel

News in Hochkulturen Mesopotamiens Noch keine Kommentare »
Für Schäden an der Stätte des antiken Babylons werden gerne die Invasoren des Iraks verantwortlich gemacht. Schlimmer als die Soldaten aber wüteten die Restauratoren Saddams, dort, wo vor knapp 4000 Jahren der Palast des babylonischen Königs Nebukadnezar stand, ließ Saddam Hussein eine plumpe Rekonstruktion errichten.

Gibt es Babylon überhaupt? Gibt es den Turm, in dem sich die Sprachen verwirrten, die Hängenden Gärten, in denen die von Heimweh geplagte Amytis wandelte, und den Palast, in dem Nebukadnezar zu Kreuze kroch, in dem eine Geisterhand Belsazar den Niedergang seines Reiches prophezeite und Alexander der Große dem Fieber erlag?

Die Hitze saugt, wie ein gigantischer Schwamm, alle Feuchtigkeit aus dem Land. In grobe Tücher gehüllte Frauen kratzen gebeugten Rückens Salz aus ausgedörrten Lachen. Eine gesprengte Brücke, Militärkolonnen. Zwei Stunden südlich von Bagdad gibt es an der Stadteinfahrt von Hilla 20 Minuten Aufenthalt. Aufgeregtes Stimmengescherbel aus Sprechfunkgeräten, der Polizeichef des Gouvernements muss sein Okay zur Weiterfahrt geben.
Wir biegen in eine Landstraße ein, vorbei an mittelalterlich anmutenden Ziegelbrennereien. Vermummte Arbeiter bewegen sich wie Schattenrisse vor dem gelborangefarbenen Schein der Brennöfen. Wir passieren Ruinen, die eher Steinhaufen als Resten antiker Bauten gleichen. Ein Gittertor, der Kontrollpunkt der Polizei zum Schutz archäologischer Stätten. Kurz danach halten wir vor dem Ischtar-Tor.

Was für ein Wunderwerk! Weiße und goldene Tierskulpturen und Mythenwesen auf einer blauen Ziegelwand, ein intarsienverziertes Inbild von Reichtum und Macht. Dem im 5. vorchristlichen Jahrhundert lebenden griechischen Chronisten Herodot zufolge war es eines von hundert Toren in einer 86 Kilometer langen Stadtmauer, die so hoch war wie ein Haus und so breit, dass darauf zwei Streitwagen nebeneinander herfahren konnten. Beim zweiten Hinsehen stellt man ernüchtert fest, dass es sich – beim Tor wie bei den Mauern – um vom Sonnenlicht verschossene Kopien handelt.
Weiterlesen »

Palast eines assyrischen Statthalters ausgegraben

News in Hochkulturen Mesopotamiens 1 Kommentar »
Die Ausgrabung eines Assyrerpalastes in der Südosttürkei bringt interessante Erkenntnisse für die Archäologie zutage: Spuren einer Brandbestattung, die bei den Assyrern nicht üblich war, lassen auf fremdländische Einflüsse schließen.
Weiterlesen »

Von der Stadt zur Schrift

News in Hochkulturen Mesopotamiens Noch keine Kommentare »
Auf der Suche nach der ersten Hochkultur wenden sich Archäologen Elam im heutigen Iran zu
Weiterlesen »

Der letzte Herrscher Babylons

News in Hochkulturen Mesopotamiens Noch keine Kommentare »
Deutsche Archäologen auf den Spuren des rätselhaften Königs Nabonid
Weiterlesen »

Babylonische Bankgeschäfte

News in Hochkulturen Mesopotamiens Noch keine Kommentare »
Die handtellergrosse, unscheinbare und leicht beschädigte Tontafel lag schon die längste Zeit im Depot des British Museum in London, genauer seit 1880. Niemand hatte sich die Mühe gemacht, die Keilschriftzeichen darauf genau zu lesen. Bis sich vor kurzem die Assyriologin Cornelia Wunsch ihrer annahm und sie – nach 2500 Jahren – aus ihrem Dornröschenschlaf weckte. Die Entzifferung des neubabylonischen Textes erwies sich dann zwar als wenig poetisch, dafür aber aufsehenerregend: Cornelia Wunsch hielt die vermutlich weltweit älteste schriftliche Urkunde über ein Bankgeschäft in ihren Händen.
Weiterlesen »

Kultstadt und Festung im hethitischen Großreich

News in Hochkulturen Mesopotamiens Noch keine Kommentare »
Neue Ausgrabungen der Eberhard Karls Universität Tübingen und der Onsekiz Mart Universität Çanakkale (Türkei) auf dem Sirkeli Höyük bei Adana (Süd-Türkei) haben die Reste einer eindrucksvollen Befestigungsbastion aus der Zeit des hethitischen Großreiches (um 1300 v. Chr.) zum Vorschein gebracht.
Weiterlesen »

Erste Städte wuchsen von außen nach innen

News in Hochkulturen Mesopotamiens 6 Kommentare »
Neue archäologische Untersuchungen des Tell Brak – einem antiken Siedlungshügel im nordöstlichen Syrien – lieferten weitere Beweise dafür, dass die Urbanisation des Nahen Ostens nicht allein in Mesopotamien stattfand, sondern sich eher auf viele einzelne Zentren verteilte, die auch am Rande des Zweistromlandes lagen. Dabei stießen die Wissenschaftler aus den USA und Großbritannien außerdem auf neue Hinweise darauf, wie eine Stadt entstandt.
Weiterlesen »

Wiegen der Zivilisation

News in Hochkulturen Mesopotamiens 1 Kommentar »
Die Ursprünge unserer Zivilisation liegen nicht allein im Zweistromland! Auch im Gebiet zwischen Mesopotamien und dem Indus, sowie im Süden und Norden dieser Region – weit entfernt von den großen Flüssen – wurden vor 5000 Jahren schon Städte gegründet. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler aus aller Welt, unter anderem aus Russland, dem Iran, Italien, Deutschland und den USA, auf einer Tagung im italienischen Ravenna. Im heutigen Iran, auf der arabischen Halbinsel im Oman und auf den Hochebenen Turkmenistans lassen sich Siedlungsspuren finden, die auf städtisches Leben schließen lassen.
Weiterlesen »

Biblische Figur existierte

News in Hochkulturen Mesopotamiens Noch keine Kommentare »
Auf einer Keilschrifttafel im Londoner British Museum entdeckte der Wiener Wissenschaftler Michael Jursa den Namen einer Person aus dem Alten Testament. Es handelt sich um den Nebo-Sarsekim, den obersten Kämmerer Nebukadnezars. Damit konnte erstmals die Existenz einer Person im näheren Umkreis des biblischen Königs bewiesen werden. Der babylonische Anführer eroberte 587 v. Chr. Jerusalem und führte viele Beamten seiner Verwaltung mit sich, worüber die Bibel in Jeremias 39 informiert.
Weiterlesen »

Das Jerusalem der Eisenzeit - Dorf oder Hauptstadt?

News in Hochkulturen Mesopotamiens 6 Kommentare »
Archäologen streiten erbittert darüber, ob in Jerusalem der Palast des biblischen König Davids entdeckt worden ist.
Weiterlesen »

Möglicherweise ältester bekannter Kriegsschauplatz entdeckt

News in Hochkulturen Mesopotamiens 6 Kommentare »
Archäologen bergen in Syrien 6.000 Jahre alte Munition für Schleudern - Hinweise auf eine der am weitesten zurück liegenden Schlachten

Hamburg - Der älteste bisher bekannte Krieg hat sich offenbar vor rund 6.000 Jahren im Norden des heutigen Syriens ereignet. Archäologen haben dort Überreste eines prähistorischen Schlachtfelds entdeckt, berichtet die Wochenzeitung "Die Zeit".

Bei Ausgrabungen der rund 6.000 Jahre alten Stadt Hamoukar stießen sie auf große Mengen hart gebrannter Lehmkugeln - offenbar die Munition einer vorzeitlichen Artillerie von Schleudern.
Weiterlesen »

Monumentalbauten mit "Skorpionentor"

News in Hochkulturen Mesopotamiens Noch keine Kommentare »
Nach einer Unterbrechung von knapp 80 Jahren konnten im vergangenen Sommer die Ausgrabungen auf dem Tell Halaf durch eine gemeinsame Mission der Staatlichen Museen zu Berlin, der Eberhard Karls Universität Tübingen, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Generaldirektion der Antiken und Museen Damaskus wieder aufgenommen werden.

Der Tell Halaf gehört zu den berühmtesten Fundplätzen des Nahen Ostens. Namengebend für einen Abschnitt des keramischen Neolithikums („Halaf-Zeit“, ca. 6000-5300 v. Chr.) war der Ort unter dem Namen „Guzana“ Hauptstadt eines aramäischen Fürstentums im frühen 1. Jahrtausend v. Chr. und wird als „Gosan“ im Alten Testament erwähnt. Die Ausgrabungen, die der aus einer reichen Bankiersfamilie stammende deutsche Diplomat und Privatgelehrte Max Freiherr von Oppenheim 1899, 1911-13 und 1929 auf dem Tell Halaf durchführte, brachte eine Vielzahl bedeutender Bildwerke zu Tage, darunter drei als Säulen dienende Monumentalstatuen von Göttern. Ein Teil dieser Fundstücke war bis zum Zweiten Weltkrieg in einem eigens eingerichteten Tell Halaf-Museum in Berlin ausgestellt, welches jedoch 1943 einem Bombenangriff zum Opfer fiel. In einem groß angelegten Restaurierungsprojekt werden die Bildwerke gegenwärtig am Vorderasiatischen Museum Berlin wieder zusammengesetzt.


http://www.tell-halaf-projekt.de/
Weiterlesen »

Saddam Husseins Geheimnis

News in Hochkulturen Mesopotamiens Noch keine Kommentare »
Die Goldfunde von Nimrud zählen zu den größten archäologischen Schätzen des Irak. Ihre Welttournee wurde mehrfach angekündigt - und dann immer wieder abgesagt.
Weiterlesen »

Wie man ein Weltkulturerbe bewahrt

News in Hochkulturen Mesopotamiens 1 Kommentar »
Das Ischtar-Tor auf der Berliner Museumsinsel ist nicht gefährdet. Es braucht nur ein wenig Pflege. An Tagen wie diesem ist mit Händen zu greifen, daß auf der Museumsinsel in Berlin noch viel getan werden muß. Im Kolonnadenhof vor der Alten Nationalgalerie stehen die Kunstfreunde geduldig im Dauerregen, um einen Blick auf die Meisterwerke Francisco Goyas zu werfen. Doch auch im Ehrenhof des Pergamonmuseums, des meistbesuchten Hauses der Stadt, hat sich nach dem Halt von vier Tourbussen eine lange Schlange vor dem Eingang gebildet.
Weiterlesen »

Texte früher Hochkultur im Internet

News in Hochkulturen Mesopotamiens 1 Kommentar »
Frühgeschichtliche Mythen, Sprichwörter und Geschichten in der ältesten Schriftsprache der Welt sind ab sofort im Internet abrufbar. Britische Wissenschafter haben die uralten Texte, die in sumerischer Keilschrift auf Tontäfelchen gedruckt wurden, digitalisiert und übersetzt.
Weiterlesen »

Babylon nach Kriegsbeschädigung geschlossen

News in Hochkulturen Mesopotamiens Noch keine Kommentare »
Polnische und US-Sol*daten sollen in den archäologischen, baby*lonischen Stätten Schä*den verursacht haben - Ausmaß noch unklar.
Weiterlesen »

"Schwere Schäden durch Truppenlager"

News in Hochkulturen Mesopotamiens 1 Kommentar »
Amerikanische und polnische Truppen haben der antiken Ruinenstadt Babylon im Irak nach einem Bericht des Britischen Museums "erheblichen Schaden" zugefügt.
Weiterlesen »

Archäologen glauben Kanaan entdeckt zu haben

News in Hochkulturen Mesopotamiens Noch keine Kommentare »
Überreste von Gebäuden und eines Bades sollen auf historische Stätte hinweisen.
Weiterlesen »

Wo alles anfing

News in Hochkulturen Mesopotamiens 2 Kommentare »
Der Irak-Krieg hält die Welt in Atem. Was durch die Kampfhandlungen oft vergessen wird: Ein unendlicher Reichtum an kulturellem Erbe liegt unter dem Wüstensand begraben.
Weiterlesen »

Drehscheibe der Zivilisationen

News in Hochkulturen Mesopotamiens Noch keine Kommentare »
Nun lenkt die Ausstellung ''Gesichter des Orients'' im Alten Museum in Berlin das Augenmerk auf die lange Vorvergangenheit des kleinen Nahostlandes. Der Untertitel - ''10 000 Jahre Kunst und Kultur aus Jordanien'' - verspricht ein ehrgeiziges und gewagtes Unterfangen.
Weiterlesen »

Die Rehabilitation der Altstadt

News in Hochkulturen Mesopotamiens Noch keine Kommentare »
Erhaltende Erneuerung: In Aleppo im Norden Syriens besinnen sich die Planer auf die uralte Stadtgeschichte und die historische Kernstadt.
Weiterlesen »

Jordanien – Kreuzungspunkt der Kulturen

News in Hochkulturen Mesopotamiens Noch keine Kommentare »
Symposium der Deutschen Forschungsgemeinschaft präsentiert neueste Ergebnisse archäologischer Forschung.
Weiterlesen »

(C) Daniel Oswald