Wurde der römische Imperator Cäsar per Kaiserschnitt geboren?

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Der Kaiserschnitt heißt auf Lateinisch sectio caesarea, aber er ist nicht nach Cäsar benannt worden. Laut dem römischen Autor Plinius geht vielmehr der Name Cäsar darauf zurück, dass ein Vorfahr des berühmten Herrschers aus dem Bauch seiner Mutter geschnitten wurde. Das lateinische Verb caedere bedeutet nämlich »schneiden». Erst später wurde die Schnittoperation mit Cäsar selbst assoziiert, und dessen Name steckt auch im deutschen Wort »Kaiser«. Aber mit ziemlicher Sicherheit wurde der berühmte Cäsar nicht per Kaiserschnitt entbunden.
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Antikes Bad unter Kölns Rathaus gefunden

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Archäologen entdeckten in der Rheinmetropole offenbar ein Kultbad. Vermutlich stand dort bereits in der Antike eine Synagoge.


Yersinia pestis heißt das Bakterium, das Europa den Schwarzen Tod brachte. Der Einzeller war aber nicht der einzige Massenmörder des Mittelalters; niederträchtig nutzten Volksverhetzer in ganz Europa die Seuche aus. Sie schoben den Juden die Schuld für die Pest zu, mit fatalen Folgen: Die Mitte des 14. Jahrhunderts wurde die Zeit der Pestpogrome in Städten mit jüdischer Bevölkerung – ob in Genf, Basel, Mainz, Koblenz oder Königsberg.

Auch in Köln fand die paneuropäische Katastrophe ihren Niederschlag – die Bewohner des jüdischen Viertels wurden zu Sündenböcken gemacht, viele von ihnen vertrieben oder ermordet. Jüdische Häuser und die Synagoge setzte der Mob in Brand. Doch was am 23. und 24. August 1349 im Detail geschah, ist in den Geschichtsbüchern der rheinischen Metropole nur oberflächlich abgehandelt. Die schriftlichen Belege für die Mordtaten sind dünn.

Nur langsam kommt Licht ins Dunkel. Einer der Orte, an denen die Verbrechen deutliche Spuren hinterlassen haben, ist der heutige Rathausmarkt, wenige Schritte vom Dom entfernt. Sven Schütte holt seit fünf Jahren Zeugnisse der Ereignisse aus dem Boden. Er ist Leiter des Projekts Archäologische Zone / Jüdisches Museum. Im Keller unter seiner Dienststelle zieht er eine Pappschachtel aus einem der vielen Regale. Darin ein Klumpen mit Tausenden kleinen Eisenringen, grau, rötlich braun, schwarz. Das sei, sagt Schütte, ein Kettenhemd gewesen. In der Feuersbrunst verschmolzen die Glieder der Schutzkleidung. Trotz der Deformationen hat Schütte darin eindeutige Spuren von Schwerthieben ausgemacht. Das Kettenhemd sei in jener Pogromnacht stellenweise entzweigehauen worden. Dies belege, dass es nicht »nur« um Vertreibung ging, sondern ein Kampf um Leben und Tod stattfand.

Mehrere Zehntausend neue Funde aus dem Untergrund des Rathausmarkts ergänzen die spärlichen Passagen in den Geschichtsbüchern und erzählen vom Leben und Sterben, von Essen, Unterricht, Handel und Handwerk im jüdischen Viertel. Jüngst von den Ausgräbern entdeckte Spuren dürften den jüdischen Annalen Kölns ein wichtiges neues, frühes Kapitel hinzufügen. Aus diesem Grund wartet Sven Schütte auf die Ankunft von Ronny Reich.

Doch sein Freund Ronny lässt sich Zeit. Erst im neuen Jahr wird der Präsident der Antikenkommission Israels nach Deutschland reisen können.
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Angriff von mehreren Seiten

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Archäologen graben immer mehr Fundstücke aus, die ein blutiges Gefecht zwischen Römern und Germanen am Rande des Harzes belegen. Wer in dem Gemetzel vor fast 1800 Jahren siegte, ist inzwischen klar.


Archäologische Grabungen am Harzhorn bringen immer neue Erkenntnisse über eine Schlacht, die sich auf dem Höhenzug im südniedersächsischen Kreis Northeim zugetragen hat. Im Jahre 235 trafen dort Germanen und Römer aufeinander. Der Archäologe Günther Moosbauer von der Universität Osnabrück geht davon aus, dass die römische Einheit, die am Harzhorn auftauchte, bis zu 20.000 Mann stark gewesen sein könnte. Bislang war von einer deutlich schwächeren Einheit die Rede.
Funde vom römisch-germanischen Schlachtfeld am Harzhorn Bild vergrößern

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Petra Lönne, Kreisarchäologin im Landkreis Northeim, zeigt eine am Harzhorn gefundene Pionieraxt mit Inschrift (© dpa)


Dem blutigen Gemetzel vor fast 1800 Jahren sollen germanische Attacken auf den Tross vorausgegangen sein. Dabei erbeuteten sie Wagen und Karren. Anschließend kam es zur eigentlichen Schlacht, die klar zu Gunsten einer Seite ausging: die der Römer.

Die Germanen hatten sich mit ihrer Beute offenbar auf dem Höhenzug Harzhorn verschanzt - ein tödlicher Fehler. Neue Spuren zeigen, dass die Römer von mehreren Seiten aus angriffen - und so die Germanen besiegten. "Dies legen Funde am Hauptkamm des Höhenzuges nahe", sagte Kreisarchäologin Petra Lönne. "Die Germanen müssen unter sehr intensivem Beschuss gestanden haben". Bei der diesjährigen archäologischen Ausgrabung wurden nach ihren Angaben unter anderem Pfeile, Speerspitzen und Katapultbolzen entdeckt.
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Schuhnägel liefern Beweis für ältestes römisches Militärlager

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Im Hunsrück haben Archäologen einen historischen Fund gemacht: Ein Lager, das Truppen Julius Cäsars zwischen 53 und 51 vor Christus bei Hermeskeil errichtet haben.[/b]

Ein Forscherteam der Uni Mainz hat nachgewiesen, dass das bislang älteste römische Militärlager auf deutschem Boden sich bei Hermeskeil im Landkreis Trier-Saarburg befindet. Demnach ist es am Ende des Gallischen Krieges zwischen 53 und 51 vor Christus von den Truppen Julius Cäsars errichtet worden.

Die Datierung gelang den Archäologen anhand von Keramikscherben und Schuhnägeln, die Cäsars Legionären aus den Sandalen gefallen waren. "Hier wird ein Stück Weltgeschichte archäologisch greifbar", sagte Grabungsleiterin Sabine Hornung vom Institut für Vor- und Frühgeschichte.

Mehr als 70 Nägel sind inzwischen bei den Grabungen an einer Torgasse des Lagers zwischen Pflastersteinen ausgegraben worden. Die eisernen Nägel sind schirmförmig. "Wie Spikes, damit die Legionäre auf dem Lehmboden nicht ausrutschten", sagte Hornung. Die Nägel waren der erste Nachweis für das Militärlager. Zusammen mit den Funden von Waffen, Scherben und einer Getreidemühle ergab sich dann das Bild eines Lagers, das kein Marschlager, sondern Monate bewohnt war.
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Wie eine Gaswolke den Römern den Tod brachte

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Es sind die letzten dramatischen Momente in einem Haus in Pompeji. Eine Ausstellung in Halle rekonstruiert, was sich nach dem Ausbruch des Vesuvs abspielte.

Auch Plünderer denken mit: Sie wollen sich nicht zu viel Arbeit machen. Darauf jedenfalls deutet ein lateinisches, aber mit griechischen Buchstaben und orthografisch fehlerhaft geschriebenes Graffito hin, das am Eingang eines besonders reich ausgestatteten Hauses in Pompeji gefunden wurde: "doummos pertousa" steht da, was wohl "domus pertusa" heißen sollte, also "durchlöchertes Haus".

Gerade dieses Haus, die prächtige Casa del Menandro, wird in der sehenswerten Ausstellung "Pompeji, Nola, Herculaneum – Katastrophen am Vesuv" in Halle ausführlich gewürdigt. Der Heidelberger Archäologe Jens-Arne Dickmann, selbst jahrelang Ausgräber in Pompeji und wissenschaftlicher Berater der Schau im Landesmuseum für Vorgeschichte von Sachsen-Anhalt, rekonstruiert anhand der Funde erstmals, was wohl nach dem Vulkanausbruch in diesem Haus geschehen ist.

Pompeji - Nola - Herculaneum .:. Landesausstellung .:. - POMPEJI - Nola - Herculaneum .:. Katastrophen am Vesuv
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Wie die Römer den Sound ins Amphitheater brachten

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Resonanz und Akustik treiben die Menschheit nicht erst seit der Ära der Lautsprecherboxen um: Schon in Amphitheatern wurde unter den Sitzen der Ton moduliert.[/b]

Im ersten Jahrhundert vor Christus erkannte der römische Architekt und Ingenieur Vitruv bereits die Wellennatur des Schalls. Er verglich ihn mit Wasserwellen. Es blieb nicht bei der Theorie. Vitruv installierte unter den Sitzen von Amphitheatern unterschiedlich große Gefäße aus Ton und konnte so die Akustik verbessern.

Ein Gefäß mit einer kleinen Öffnung besitzt eine Resonanzfrequenz. Was das bedeutet, lässt sich ganz einfach mit einer leeren Bierflasche demonstrieren. Bläst man die Flasche an der Öffnung seitlich an, so hört man einen tiefen Ton – die Resonanzfrequenz dieser Flasche. Je größer das Volumen des Hohlraums und damit die Masse der schwingenden Luft sind, umso tiefer ist der hörbare Ton.

Für die mit vitruvschen Schallgefäßen (vases acoustiques) ausgestatteten Amphitheater bedeutete dies, dass im Bereich tiefer Töne Schall absorbiert wurde und damit die Hörbarkeit höherer Frequenzen, insbesondere die Verständlichkeit von Sprechstimmen, verbessert wurde. Überdies erzeugten die Vasen des Vitruv ein wenig Nachhall, was die sehr trockene Akustik der offenen Theater merklich verbesserte
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Kaiser Nero zündete Rom gar nicht an

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Der Name Nero steht bis heute synonym für den Typus des grausamen und irrsinnigen Diktators. Der Kaiser, der von 54 bis 68 n. Chr. über Rom herrschte, wird in einem Atemzug mit den furchtbarsten Verbrechern der Weltgeschichte genannt. Hitlers Anweisung etwa, die Infrastruktur des eigenen Landes zu zerstören, damit sie den Alliierten nicht in die Hände fällt, bezeichnet man bis heute als „Nero-Befehl“.

Denn Nero, das glaubt heute jeder, habe Rom anzünden lassen, um für seine größenwahnsinnigen architektonischen Visionen Platz zu schaffen. Doch bei dieser Anschuldigung handelt es sich in Wahrheit um pure Verleumdung – um eine freie Erfindung, die zudem erst lange nach Neros Tod in die Welt gesetzt wurde.
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Römischer Tempel an künftiger ICE-Trasse gefunden

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Archäologen des baden-württembergischen Amtes für Denkmalpflege haben an der künftigen ICE-Trasse zwischen Ulm und Wendlingen ein römisches Heiligtum und einen spätkeltischen Gutshof entdeckt.[/b]
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Die wahren Gründe des Untergangs Roms

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Von "spätrömischer Dekadenz" sprach FDP-Chef Westerwelle im Zusammenhang mit seinen Vorstellungen über Hartz-IV-Empfänger. Wie war das damals wirklich in Rom der Spätantike?


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Man war reich und man zeigte es: Das Bild "Les Romains de la décadence" von Thomas Couture (1844) zeigt den Luxus und die Dekadenz Roms

Der Zusammenbruch des römischen Imperiums hatte viele Ursachen. Der unmittelbare Auslöser war die Völkerwanderung: Die Hunnen drangen aus Asien nach Ostmitteleuropa ein. Andere Völker zogen daraufhin nach Westen und Süden und bedrängten wiederum das Römische Reich.

Seit 395 war das Reich in West- und Ost-Rom geteilt, die sich zwar als ein Imperium verstanden, aber von zwei Kaisern beherrscht wurden. Ost-Rom hielt den andrängenden Völkern stand, unter anderem, weil diese das stark befestigte und strategisch entscheidende Konstantinopel an der Pforte zu Kleinasien nie erobern konnten; es stand aber zu sehr unter Druck, um der westlichen Reichshälfte beistehen zu können.
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Kaiser Neros rotierender Speisesaal entdeckt

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[b]Nero war für seine rauschenden Partys berühmt. Jetzt glauben Archäologen, den Raum gefunden zu haben, in dem der Kaiser seine Feste feierte. Die Konstruktion legt nahe, dass fließendes Wasser ihn einst rotieren ließ.[/b]

Rom - Ein Archäologenteam in Rom hat wahrscheinlich Kaiser Neros Speisesaal wiederentdeckt. Die Experten fanden auf dem Palatin-Hügel bei Ausgrabungen in der Domus Aurea, dem Goldenen Haus, wie der Palast des römischen Kaisers genannt wurde, einen kreisrunden Saal.

Wie die Archäologie-Beauftragten der Stadt berichteten, könnte es sich bei der Entdeckung um den sagenhaften Speisesaal des berühmt-berüchtigten Kaisers handeln, der sich - die Erdbewegung nachahmend - Tag und Nacht um sich selbst drehte. Das Spektakel sollte laut Berichten des zeitgenössischen Geschichtsschreibers Sueton die Gäste des Kaisers beeindrucken. Demnach soll es dort auch Elfenbeinplatten in der Decke gegeben haben, die sich öffneten, um Blumen und Parfum auf die Gäste regnen zu lassen.
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Kleines Kolosseum vor den Toren Roms entdeckt

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[b]Entzückung bei Freunden des Altertums: Am antiken Hafen Portus bei Ostia haben Archäologen die Überreste eines kleineren Kolosseums für nahezu 2000 Zuschauer ausgegraben.[/b]

Die von der Universität Southampton geleiteten Ausgrabungen haben in den vergangenen Jahren nach und nach die Fundamente dieses Amphitheaters freigelegt, berichtete der Mailänder Corriere della Sera: Mit 42 Metern Länge und 38 Metern Breite war es kleiner als das Amphitheatrum Flavium (Kolosseum), das als größtes des Altertums und Wahrzeichen des früheren römischen Weltreiches gilt.

Portus war fünf Jahrhunderte lang der größte Hafen des Mittelmeeres, der für die Kapitale des Römischen Reiches Nahrung, Sklaven, wilde Tiere, Luxusgüter und Baumaterial umschlug. Mehrere Jahre lang hat das Team um Professor Simon Keay nun an der bedeutenden antiken Fundstätte, die heute mehrere Kilometer landeinwärts liegt, gemessen und gegraben. Auf dem Gelände eines riesigen Trajan-Palastes in kaiserlichem Stil stießen sie auf das elliptisch geformte Theater, das auf früheren Plänen schon markiert, aber nie gefunden worden war.
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Tausend blaue Blumen aus alten Zeiten

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Vor 2000 Jahren, als Britannien römische Provinz war, starb in Londinium, der heutigen Hauptstadt des Königreichs ein wohlhabender Römer. Er wurde eingeäschert und erhielt für seine letzte Reise wertvolle Grabbeigaben aus Glas – darunter auch eine kostbare Schale, gefertigt aus hunderten durchscheinender blauer Glasblumen.
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Experimentelle Archäologie: Verschlissen im Römeralltag

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[b]Wie Ressourcenverschwendung zum Untergang des Weströmischen Reiches beigetragen hat und wie Experimente helfen, die Vergangenheit zu verstehen. Ein Gespräch mit Althistoriker Josef Löffl.[/b]
Interview: Barbara Galaktionow

Josef Löffl ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Regensburg. Vor etwa einem Jahr führte der Althistoriker mit mehreren Kommilitonen ein spektakuläres Experiment durch: In Tunika und Kettenhemd, mit Schilden, Lanzen und anderen nach antiken Angaben erstellten Gegenständen marschierten die elf Doktoranden und Magistranden im Sommer 2008 vier Wochen lang entlang der römischen Limesstraße von Niederösterreich nach Regensburg - und erhielten dabei einen Eindruck davon, mit welchen Alltagsproblemen römische Legionäre im 3. Jahrhundert nach Christus zu kämpfen hatten. Doch die Erkenntnisse, die die Wissenschaftler aus dem Marsch zogen, weisen über den persönlichen Bereich weit hinaus. Josef Löffl hat sich mit den Implikationen für die antike Wirtschaft befasst - und dazu vor kurzem seine Doktorarbeit eingereicht.

[b]Löffl:[/b] Die Schuhe der römischen Legionäre hatten auf der Sohle um die 120 bis 200 Eisennägel. Diese wertvolle Ressource verschwindet einfach, die wird weggelaufen. Und um dieses Eisen zu fertigen, braucht man erst einmal Eisenerz und enorme Mengen an Holzkohle. Das heißt, ganze Wälder dürften jährlich dem Schuhwerk der Armee zum Opfer gefallen sein. Unsere Erkenntnisse über den Verschleiß alltäglicher Dinge stimmen mit naturwissenschaftlichen Befunden aus Bohrkernuntersuchungen überein. Die besagen, dass die Römer bis zur Zeit der Industriellen Revolution im 19. Jahrhundert die größten Ressourcenverschwender waren.
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Goldener Pferdekopf aus der Römerzeit entdeckt

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Archäologen haben in der einstigen Römerstadt Germania Magna in Hessen Reste eines 2000 Jahre alten Reiterstandbilds entdeckt. In einem Brunnen stießen sie auf einen lebensgroßen Pferdekopf und einen Schuh des Reiters. Das Deutsche Archäologische Institut sprach von einem "sensationellen Fund".
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Germanen im Ofen

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Archäologie
Germanen im Ofen
In einem Töpferofen vor dem Römerlager in Haltern am See entdeckten Forscher die Skelette von 24 Menschen. Jetzt haben sie den merkwürdigen Fund geklärt.

Es muss ein hastiges Begräbnis gewesen sein: Einige Jahre nach Christi Geburt warfen die Bestatter die Leichen von 24 Menschen und einem Hund einfach in einen großen Ofen vor dem Lagertor.

Eine sogenannte Sauerstoff-Strontium-Isotopenanalyse der Zähne ergab: Sechs der ehemaligen Männer zwischen 20 und 50 Jahren stammten aus der näheren Region, vier Personen hatten weite Reisen hinter sich. Sie kamen alle aus der gleichen Gegend, entweder aus dem Schwarzwald oder aus Böhmen, wie man an winzigen Getreidespuren feststellte, die sich in den Zähnen ablagerten.
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Kleopatras Grab vor Entdeckung?

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Vor etwa 2000 Jahren gingen der römische Feldherr Antonius und die berühmte Pharaonin in den Tod - nun gibt es Hinweise auf das Grab des Paares.
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8. Römertag des Vindonissa-Museums

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Sonntag, 3. Mai 2009, 10–17 Uhr
Vindonissa-Museum, Brugg

Römisches Militär, Gladiatorenkämpfe und römisches Handwerk, Museen aus der Deutsch- und Westschweiz sowie aus Süddeutschland sorgen dafür, dass Gross und Klein einen erlebnisreichen Tag verbringen. Neu begrüssen wir die Gastprovinzen Noricum und Pannonien.
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Römische Prunkhelme

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Ein in Koblenz gefundenes Depot mit spätrömischen Waffenteilen wurde jetzt wissenschaftlich ausgewertet.

Bisher wusste man verhältnismäßig wenig über die Ausrüstung der römischen Armee nach dem 3. Jahrhundert n. Chr. Besonders aufschlussreich ist daher ein Fundkomplex aus Koblenz mit Helm- und Schildbuckelfragmenten aus der Mitte des Jahrhunderts, der jetzt trotz seines schlechten Erhaltungszustands vom Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz restauriert werden konnte.

Es stellte sich heraus, dass in der Grube nahe dem in spätrömischer Zeit existierenden Mauerring von Koblenz Teile von zwölf Kammhelmen gelagert wurden. Diese Helmform mit ihrer kammartigen Erhöhung hatten die Römer von den Persern übernommen.
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Römer-Schlachtfeld birgt germanische Waffen

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Das jüngst entdeckte Römer-Schlachtfeld in Niedersachsen gilt als Jahrhundertfund: Jetzt wurden auf dem Areal weitere Waffen ausgegraben. Die Fundstücke bestätigen die These, dass sich vor rund 1800 Jahren auf dem Harzhorn germanische Krieger und römische Legionäre ein Gefecht geliefert haben.
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Römerbriefe aus Britannien

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Bis in den Norden Britanniens stießen römische Legionen vor - im feuchten Boden haben sich reiche Spuren ihres Alltags erhalten. Soldatenbriefe, verfasst in durchaus ordentlichem Latein, lassen sich nach über 1900 Jahren mitlesen. Mal geht es um Karriere, mal um Familie, mal um ganz Profanes.
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Imperium in der Krise: Nasse Lebensadern

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Rom beherrschte über Jahrhunderte die Geschicke der antiken Welt - doch ohne Wasserversorgung wäre das unmöglich gewesen. Der enorme Bedarf in den Städten des Imperiums trieb die Ingenieure zu Meisterleistungen: Ihre Aquädukte waren so perfekt, dass manche noch heute funktionieren.
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Limes-Grenzwall: Insziniertes Altertum

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Der Obergermanisch-Rätische Limes, einst Demarkationslinie gegen die "Barbaren", wirkt heute als Publikumsmagnet.
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Erstes 3-D-Modell der "Totenstadt" Roms

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Wiener Forscher haben mit Hilfe eines speziellen Scanners die Gräbergänge der Domitilla-Katakombe erstmals exakt vermessen
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Römischer Boxer in Jerusalem

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Mit Hadrian bestieg 117 n. Chr. ein großer Verehrer der griechischen Kunst den römischen Kaiserthron. So erreichte die römische Bildhauerei unter seiner Herrschaft ihre Blütezeit. Auf einen kunstvoll gearbeiteten Marmorkopf aus dieser Periode sind Archäologen nun bei Grabungsarbeiten in einem Stadtteil von Jerusalem gestoßen.
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Feldherr aus dem Sumpf

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Wollte Hermann der Cherusker ein germanisches Ur-Reich schaffen? 2000 Jahre nach der Varusschlacht liefern Archäologen ein verblüffendes Bild. Der später zum Nationalhelden erhobene Heerführer war ein Machtpolitiker, der Rom weit mehr ins Wanken brachte als bislang gedacht.
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(C) Daniel Oswald