Okt 23
2012
Papyrus zu Jesus-Ehefrau unter Fälschungsverdacht
News in Das Christentum 24 Kommentare »[b]
Hatte Jesus eine Ehefrau? Auf einem Papyrusfetzen ist von einer Gefährtin des Heilands die Rede. Doch immer mehr Indizien deuten daraufhin, dass es sich um eine Fälschung handeln könnte. Jetzt wollen Experten einen verräterischen Schreibfehler entdeckt haben.[/b]
Hamburg - Wohl selten hat ein so kurzes Satzfragment so große Aufregung ausgelöst: "Jesus sagte zu ihnen: 'Meine Ehefrau…'". Diese Worte stehen auf einem Papyrusfetzen, den die US-Theologin Karen King Ende September auf einem Kongress für koptische Studien in Rom vorstellte. Das acht mal vier Zentimeter kleine Schriftstück, sagte King, stamme aus dem 4. Jahrhundert. An seiner Echtheit hegte die Theologin von der Harvard Divinity School offenbar keine größeren Zweifel.
Doch die sind inzwischen ziemlich groß. Schon in den Tagen nach Kings Vortrag äußerten Experten Argwohn über das Schriftbild des Textes und die Farbe der Tinte. Jetzt aber ist Fachleuten ein Indiz aufgefallen, das die Zweifel an der Echtheit des Papyrus weiter steigert.
Andrew Bernhard von der Oxford University stellte nach eigenen Angaben fest, dass sich der Text im Patchwork-Verfahren aus Wörtern und Phrasen des Thomas-Evangeliums bedient - und zwar exakt aus der interlinearen Koptisch-Englisch-Übersetzung von Michael Grondin.
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Hatte Jesus eine Ehefrau? Auf einem Papyrusfetzen ist von einer Gefährtin des Heilands die Rede. Doch immer mehr Indizien deuten daraufhin, dass es sich um eine Fälschung handeln könnte. Jetzt wollen Experten einen verräterischen Schreibfehler entdeckt haben.[/b]
Hamburg - Wohl selten hat ein so kurzes Satzfragment so große Aufregung ausgelöst: "Jesus sagte zu ihnen: 'Meine Ehefrau…'". Diese Worte stehen auf einem Papyrusfetzen, den die US-Theologin Karen King Ende September auf einem Kongress für koptische Studien in Rom vorstellte. Das acht mal vier Zentimeter kleine Schriftstück, sagte King, stamme aus dem 4. Jahrhundert. An seiner Echtheit hegte die Theologin von der Harvard Divinity School offenbar keine größeren Zweifel.
Doch die sind inzwischen ziemlich groß. Schon in den Tagen nach Kings Vortrag äußerten Experten Argwohn über das Schriftbild des Textes und die Farbe der Tinte. Jetzt aber ist Fachleuten ein Indiz aufgefallen, das die Zweifel an der Echtheit des Papyrus weiter steigert.
Andrew Bernhard von der Oxford University stellte nach eigenen Angaben fest, dass sich der Text im Patchwork-Verfahren aus Wörtern und Phrasen des Thomas-Evangeliums bedient - und zwar exakt aus der interlinearen Koptisch-Englisch-Übersetzung von Michael Grondin.
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