Courrières nahe der Stadt Lens in Nordfrankreich (Département Nord-Pas de Calais) am 10. März 1906: 1425 Bergleute befinden sich gerade in der weitverzweigten Zeche unter Tage, als eine gewaltige Explosion das Gelände erschüttert. Die ungeheure Detonation sorgt für eine der größten Katastrophen der europäischen Bergbaugeschichte. Insgesamt 1099 Kumpel verlieren ihr Leben: sie werden durch die Wucht der Kohlenstaubexplosion zerfetzt, verbrennen durch die Hitze der Explosionsflamme oder ersticken kurz darauf an den giftigen Schwaden. Das kleine Courrières erlangt in jenen Tagen weltweit traurige Berühmtheit, denn nicht nur über tausend meist junge Männer sind plötzlich aus dem Leben gerissen worden; Hunderte Familien betrauern ihre Söhne, Brüder oder Familienväter und verlieren damit auch ihre Existenzgrundlage.
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