Jun 01
2006
"Antiker Computer" soll letzte Geheimnisse preisgeben
News in Geschichte der Naturwissenschaften 12 Kommentare »Forscher sind kurz davor, die Geheimnisse eines mysteriösen Gerätes aus der griechischen Antike zu lüften, den „Mechanismus von Antikythera“.
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01. Jun 2006 um 23:11
Wer mit dem "Mechanismus von Antikythera" nichts anfangen kann (der Focus-Artikel hält sich da leider etwas zurück), dem kann ich nur wieder das gute alte wiki empfehlen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Mechanismus_von_Antikythera
Man lernt halt nie aus...
Jacobum
02. Jun 2006 um 15:27
Aber für die Historiker dürfte das doch Auswirkungen haben. Bis jetzt ist man doch davon ausgegangen, dass es sowas zu der damaligen Zeit eigentlich gar nicht gegeben haben dürfte. Oder?
02. Jun 2006 um 20:11
Nur zur Ergänzung:
Das Thema hatten wir gestern schon:
http://www.geschichtsforum.de/showthread.php?p=173485#post173485
Vielleicht kann man das zusammenfassen...
02. Jun 2006 um 20:36
@Jacobum: Hast recht....habs zusammengeführt. Vielen Dank für den Hinweis
03. Jun 2006 um 09:27
Aber für die Historiker dürfte das doch Auswirkungen haben. Bis jetzt ist man doch davon ausgegangen, dass es sowas zu der damaligen Zeit eigentlich gar nicht gegeben haben dürfte. Oder?
Das mechanische Prinzip hinter der Zahnradübersetzung wird den Griechen schon länger bekannt gewesen sein. Es in ein feinmechanisches (tragbares) Instrument zur Navigation zu verwandeln, ist äußerst klever und zeugt von handwerklichem Geschick und innovativem Geist.
Irgendwie erinnert mich das aber an den dreifachen Maya-Kalender. Ob das Prinzip dort auch angewandt wurde, wie hier abgebildet:
http://home.arcor.de/latinamerica/mayas4.jpg
03. Jun 2006 um 10:21
Das mechanische Prinzip hinter der Zahnradübersetzung wird den Griechen schon länger bekannt gewesen sein. Es in ein feinmechanisches (tragbares) Instrument zur Navigation zu verwandeln, ist äußerst klever und zeugt von handwerklichem Geschick und innovativem Geist.
Irgendwie erinnert mich das aber an den dreifachen Maya-Kalender. Ob das Prinzip dort auch angewandt wurde, wie hier abgebildet:
http://home.arcor.de/latinamerica/mayas4.jpg
eine Technolgie zur Herstellung von Präzisionswerkzeugen mußte dann auch schon vorhanden sein, um diesen "Computer" zu bauen.
03. Jun 2006 um 12:48
Hier ist eine Rekonstruktion zu sehen:
http://www.hsuyun.org/Dharma/zbohy/Literature/essays/czs/antikythera-full2.jpg
War jedenfalls absolute Spitzentechnologie ... der Mechanismus, wie auch die Ausführung.
04. Jun 2006 um 00:50
Zitat:"eine Technolgie zur Herstellung von Präzisionswerkzeugen mußte dann auch schon vorhanden sein"
naja, Goldschmiede müssten sowas gehabt haben.
Aber was mich schwindelig macht, ist die Vorstellung wie der Konstruktuer die Zahnkreise berechnet hat!!! In meiner früheren Mechnaikerausbildung hatte ich dafür dicke Formelsammlungen, Tabellen und Taschenrechner zur Verfügung und diese Art von Berechnungen war immer noch nicht einfach, und dieser alte Grieche hätte gerade mal vielleicht eine Schreibtafel und den eigenen Grips zur Verfügung........ich kriege Kopfschmerzen, allein von der Vorstellung dieser Rechenleistung!
04. Jun 2006 um 06:25
Zitat:"eine Technolgie zur Herstellung von Präzisionswerkzeugen mußte dann auch schon vorhanden sein"
naja, Goldschmiede müssten sowas gehabt haben.
Aber was mich schwindelig macht, ist die Vorstellung wie der Konstruktuer die Zahnkreise berechnet hat!!! In meiner früheren Mechnaikerausbildung hatte ich dafür dicke Formelsammlungen, Tabellen und Taschenrechner zur Verfügung und diese Art von Berechnungen war immer noch nicht einfach, und dieser alte Grieche hätte gerade mal vielleicht eine Schreibtafel und den eigenen Grips zur Verfügung........ich kriege Kopfschmerzen, allein von der Vorstellung dieser Rechenleistung!
Goldschmiede? Wenn man sich die Funde an Schmuck der damaligen Zeit anschaut, sind sie doch mehr oder weniger etwas rustikal (heute würde man sagen, etwas plump) gearbeitet, für diese Art Feinmechanik des "Computers" sind doch ganz bestimmt andere Werkzeuge erforderlich? Und Deine Kopfschmerzen noch eingerechnet, also jede Menge Fragen.
04. Jun 2006 um 09:47
Zur Mechanik kann ich erstmal nichts sagen. Aber hier mal einige Beispiele griechischer Zahnradanwendungen:
http://www.mlahanas.de/Greeks/ArchimedesGears.htm
Und zur handwerklichen Ausführung: die griechische Schmiedekunst war schon lange vor 100 v.Chr. hoch entwickelt. Ich denke, es wird den Feinschmieden vielleicht nicht beim ersten Anlauf geglückt sein, die bronzenen Scheiben und Achsen mit der erforderlichen Präzision herzustellen. Aber unmöglich finde ich es gerade nicht.
04. Jun 2006 um 19:27
Die eigentlichen Werkzeuge haben sich seit der Antike kaum verändert, nur die Kraftübertragung und einige chemische Behandlungen sind bis heute neu hinzugekommen.
Zitat:" bronzenen Scheiben und Achsen mit der erforderlichen Präzision herzustellen. 2
Ich denke das hätte auch ein Klempner hingekriegt, soooooo schwer sind diese Präzesionsarbeiten nun auch nicht, ein bißchen Erfahrung und Fingerspitzengefühl, dann geht es auch. Aber das Zusammenspiel der Zahnräder vorherzuberechnen, setzt ein wirklich enormes mathematischen Wissen voraus. Die Maße, die Stärke und der jeweilige Winkelgrad eines jeden einzelnen Zahnes im gesamten Getriebe MUSS vorher ganz genau definiert sein bevor der Schmied auch nur ein Werkzeug in die HAnd nimmt.
was ist ein Odometer? (Aussm Link)
04. Jun 2006 um 19:40
was ist ein Odometer? (Aussm Link)
Entfernungsmesser -> z.B. im Auto die Kilometerstandsanzeige ...