Feb 22
2007
Stand der KGB hinter dem Rufmord an Pius XII.?
News in Persönlichkeiten in der Neuzeit 9 Kommentare »Nach dem Krieg galt er als der Papst, der half. Der im besetzten Rom Klöster und Pfarren für verfolgte Juden öffnen ließ, durch seine Vermittlung über die päpstlichen Nuntiaturen in diversen Ländern die Deportation abertausender Juden verhinderte, unzähligen von ihnen mit gewaltigen Summen zur Flucht verhalf. Der römische Großrabbiner Israel Zolli konvertierte aus Dankbarkeit und ließ sich auf den Vornamen des Papstes Eugenio taufen. 94 jüdische Musiker aus 14 Ländern spielten in Rom für Pius XII. Beethovens Neunte, aus Dankbarkeit für sein „großartiges humanitäres Werk“. Und der palästinensische Großrabbiner schrieb ihm: „So Gott will, wird die Nachwelt sich erinnern, dass, als alles dunkel war für unser Volk, Seine Heiligkeit ein Licht der Hoffnung für sie anzündete.
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22. Feb 2007 um 08:25
Sehr interessant. Was für ein Blatt ist "Die Presse"? In welchem politischen Lager steht die in etwa? Ich kenne mich mit österreichischen Zeitungen überhaupt nicht aus.
22. Feb 2007 um 09:51
Sehr interessant. Was für ein Blatt ist "Die Presse"? In welchem politischen Lager steht die in etwa? Ich kenne mich mit österreichischen Zeitungen überhaupt nicht aus.
Die Presse ist die älteste Tageszeitung Österreichs und ist konservativ-liberal.
22. Feb 2007 um 18:11
Der Artikel und seine Aussage steht und fällt damit, dass es gelingt, zwischen einer KGB- Kampagne und dem Drama Hochhuths eine sichere Verbindung herzustellen. Insinuiert wird sie zwar im Text, bewiesen jedoch nicht. (Natürlich wäre es auch besser, die KGB- Operation besser zu belegen als durch die Aussagen eines rumänischen Überläufers). Dass dann ausgerechnet Paul Rassinier (!) bemüht wird, macht mir den Text nicht sympathischer.
22. Feb 2007 um 21:14
Ich finde es übrigens auffällig, dass ausgerechnet eine liberal-konservative Zeitung, die neokonservative Autoren zitiert, den guten Dramatiker Herrn Hochhuth angreift, dass er Teil einer groß angelegten Verleumdungsoperation gewesen sein soll. Es erscheint mir doch etwas abstrus von den antikirchlichen Haltungen des KGB gleich auf eine Hetzattacke gegen Pius XII. zu schließen. Für mich sieht es eher so aus, als ob man den Herrn Hochhuth und den KGB, die sich nicht wehren können, angreifen wöllte und den doch geschichtlich sehr zweifelhaftem Papst ins bessere Licht rücken will!
22. Feb 2007 um 21:47
Wie zweifelhaft Pius XII. ist, ist gerade die Frage.
Ich habe Hochhuths Stück nie als geschichtliches Dokument verstanden. Als er das schrieb, hatte er noch gar keinen Zugriff auf die Akten des Archivs, die wurden erst gut zehn Jahre später peu a peu veröffentlicht (und bis heute nicht alle). Nach der ersten Offenlegung zeigte sich schon ein anderes Bild, sodaß Hochhuth sein Stück eigentlich hätte umschreiben müssen.
Selbst wenn Hochhuth sich auf Alois Hudal beruft, wage ich, diese Aussagen in Zweifel zu ziehen, da Hudal alles andere als neutral war.
22. Feb 2007 um 21:58
Ich finde es übrigens auffällig, dass ausgerechnet eine liberal-konservative Zeitung, die neokonservative Autoren zitiert, den guten Dramatiker Herrn Hochhuth angreift,
Von einen [I]guten Dramatiker Hochhuth [/I]weiß die Literaturwissenschaft nichts. Oder sollte ich da was nicht mitbekommen haben?
22. Feb 2007 um 22:14
Was im Laufe eines Lebens für Koalitionen entstehen können....
Hochhuth mit seiner unverlangten Ehrenerklärung ausgerechnet für David Irving.
OT: Wobei Holocaust-Leugner angesichts der Beweislage nicht in den Knast sondern in die Psychiatrie gehören.
Grüße Repo
22. Feb 2007 um 22:56
Hochhuth mit seiner unverlangten Ehrenerklärung ausgerechnet für David Irving.
Traurig!
http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/146/73073/
Grüße Thomas
24. Feb 2007 um 16:24
Nun nehmen sich die Schweizer der Sache an:
[I]Die Stellvertreter
Die Debatte um Pius XII. im Licht eines Geheimdienstgeständnisses[/I]
http://www.nzz.ch/2007/02/24/fe/articleEY9CC.print.html