Wikipedia, die Online-Enzyklopädie, gerät an Universitäten in Verruf. Beim Jekami-Projekt lässt die Qualitätssicherung zu wünschen übrig, aber Verbesserungen sind in Sicht.

Was ist eigentlich Blümchensex? Wie heisst der aktuelle Nobelpreisträger für Physik? Und wie viele Beine hat ein Tausendfüsser? Keine Sorge, Wikipedia weiss alles. Längst staubt der Brockhaus im Bücherregal vor sich hin.

Der Klick auf die populäre Online-Enzyklopädie ist zur Selbstverständlichkeit geworden. Gerade Schüler bedienen sich dort gern, oft mit Lehrers Segen. Doch spätestens an der Uni ist der Traum vom frei verfügbaren Wissen ausgeträumt: Die Professoren rümpfen die Nase, wenn einer in seiner Hausarbeit Wikipedia zitiert. Schon wird den Studenten das Wiki- Copy-Paste-Syndrom diagnostiziert. «Es besteht eine negative Tendenz, nur noch Online-Publikationen zu nutzen», sagt Professor Christian Schwarzenegger von der Universität Zürich. Und seine Kollegen an der Uni Lausanne klagen: «Unser Ziel ist es, das selbstständige, kritische Denken der Studenten zu fördern. Wikipedia ist da keine Hilfe.» Seit das US-College Middlebury Anfang des Jahres ein Wikipedia-Zitier- Verbot verhängte, läuft auch an Schweizer Unis die Diskussion, ob Wiki für Studenten tabu sein sollte.
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