Okt 19
2007
Mangelhafte Wertschöpfung
News in Kunstgeschichte 3 Kommentare »Dem „Zeit“-Redakteur Hanno Rauterberg gelingt in diesem Buch eine klare Darstellung all dessen, was keine Kunst ist. Er zeigt am Beispiel von zehn Irrtümern, wie sich heutige Kunst feinsäuberlich und mit allen Marketingtricks verkleidet, um sich als Kunst, die eigentlich keine ist, zelebrieren zu können. „Irrtum Nr. 1“ sei, dass „gute“ Kunst keine Kriterien kenne und „Nr. 2“ behaupte, Kunst müsse immer Neues bieten oder, so Irrtum „Nr. 7“, alles könne Kunst sein.
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19. Okt 2007 um 15:12
Auch in "Kulturzeit" bei 3sat wurde diese Thematik einmal aufgeworfen, aufgrund der Äußerungen eines Bischofs, welcher ein Kirchenfenster als ungelungen und wenig in ein Gotteshaus passend empfand und sich darüber äußerte. Im Interview mit einem Sprecher der Kunstszene war Empörung über die Äußerungen des Bischofs (kann mir jemand diesbezüglich auf die Sprünge helfen?) nicht zu überhören. Soweit geschildert, wollte der Bischof aber, wie ich es verstand, nur seine Meinung darlegen. Was mich an der Sache grundsätzlich wunderte, war weshalb sich besagter Geistlicher denn über etwas aufregte, das von der Kirche ja offensichtlich abgesegnet worden war, denn besagtes Fenster wurde ja tatsächlich installiert. D.h. aber nicht, dass ich seinen Wunsch, sich darüber zu äußern, für absolut nicht nachvollziehbar halten würde.:grübel:
Ich befürchte zwar, dass ich eine etwas konservative Sicht durch meine Vorliebe für die Malerei des Barock und Rokoko habe, aber finde den Beitrag, der von [I]Lukrezia[/I] verlinkt wurde höchst spannend. Die Art der Kritik regt nämlich meines Erachtens sehr fruchtbar zum Nachdenken über unseren Kunstbegriff an.:yes:
19. Okt 2007 um 15:20
Ja, ja, der Verlust der Mitte
Meisner und die ''entartete'' Kunst Vor dem Verlust der Mitte - Kultur - sueddeutsche.de
22. Okt 2007 um 10:58
Ja, ja, der Verlust der Mitte
Danke für den Hinweis, das geht ja genau in die Richtung.
Interessant ist doch aber, dass mit Werner Tübke, eine durchaus gegenständliche und figürliche und für Kirchen denkbar dankbare Tradition auch im 20.Jh. existierte. http://www.mdr.de/I/1367411-high.jpg
Wenn dies gefördert wurde und wird, kann vielleicht jeder auf seinen Geschmack kommen.