In Ausstellungen oder auf „Völkerschauen“, in Vereinen oder Parteien widmete sich Deutschland der Exotik ferner Welten im Allgemeinen – und pflegte im Besonderen die Sehnsucht nach eigenen Kolonien.

Am 1. Mai 1896 öffnete in Berlin die „Erste Deutsche Kolonial-Ausstellung“ ihre Pforten; sie wurde in fünf Monaten von mehr als zwei Millionen Menschen besucht. Geboten wurden „Eingeborenendörfer“, Kult- und Gebrauchsgegenstände, Exportgüter der Kolonien … Ziel war, das deutsche „Kolonialwesen“ in seiner ganzen Breite vorzuführen, die Argumente der Kolonialgegner zu entkräften und das Deutsche Reich als den anderen Kolonialmächten ebenbürtig zu präsentieren.
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