Die Römer bezeichneten ihn als Vasallen, der Evangelist Matthäus nannte ihn den "Kindermörder von Bethlehem" und bei seinem eigenen Volk war er für seine Verschwendungssucht verschrien: König Herodes. Am Ende ließ er sich ein gewaltiges Grabmal erreichten - das Archäologen nun seit über einem Jahr erforschen.

Das Mausoleum gehörte zu einer riesigen Anlage, die sich auf einem Hügel - in der Antike auch Herodion genannt - 15 Kilometer südlich der Hauptstadt Israels befand. Wie Ehud Netzer von der Hebrew University und seine Mitarbeiter jetzt berichten, bestand das Begräbnishaus aus einem zwei Stockwerke hohen Säulenrondel, auf dem ein 25 Meter hohes Spitzdach thronte.
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