Feb 02
2009
Operation «Walküre» – das andere Gesicht Deutschlands
News in Das Dritte Reich Noch keine Kommentare »Die kontrovers diskutierte Verfilmung des Attentats auf Hitler vom 20. Juli 1944 hat die Verschwörung um Claus Schenk Graf von Stauffenberg ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Der renommierte britische Historiker Sir Ian Kershaw rekapituliert die Geschichte des Anschlags.
Gegen Hitler sind mehr Mordkomplotte ausgesponnen worden als gegen jeden anderen deutschen Kanzler. Die meisten wurden von den Sicherheitskräften vereitelt, oder sie liefen vorzeitig auf Grund – so etwa eine Verschwörung leitender Persönlichkeiten aus Armee, Spionageabwehr und Aussenministerium, die Hitler verhaften oder töten lassen wollten, falls er im Oktober 1938 tatsächlich in die Tschechoslowakei eingefallen wäre. Das Münchener Abkommen, in dessen Rahmen das Sudetenland an Deutschland abgetreten wurde, liess dieses Komplott ins Leere laufen. Aber am 8. November 1939 wäre ein anderer Attentatsversuch beinahe geglückt. Dem süddeutschen Schreiner Georg Elser, der vormals mit den Kommunisten sympathisiert hatte, gelang es, ganz auf eigene Faust eine Bombe im Münchener Bürgerbräukeller zu legen, wo Hitler zur Erinnerung an den 1923 gescheiterten Putsch der Nationalsozialisten alljährlich eine Rede hielt. 1939 aber war Deutschland gerade in den Krieg eingetreten, und Hitler fasste seine Ansprache unerwartet kurz, um noch am selben Abend nach Berlin zurückzukehren. Nachdem er das Lokal verlassen hatte, ging die Bombe hoch; hätte Hitler so lange gesprochen wie sonst, wäre er in tausend Stücke zerrissen worden. Es war nicht das einzige Mal, dass schieres Glück ihn vor dem Tod bewahrte.
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Gegen Hitler sind mehr Mordkomplotte ausgesponnen worden als gegen jeden anderen deutschen Kanzler. Die meisten wurden von den Sicherheitskräften vereitelt, oder sie liefen vorzeitig auf Grund – so etwa eine Verschwörung leitender Persönlichkeiten aus Armee, Spionageabwehr und Aussenministerium, die Hitler verhaften oder töten lassen wollten, falls er im Oktober 1938 tatsächlich in die Tschechoslowakei eingefallen wäre. Das Münchener Abkommen, in dessen Rahmen das Sudetenland an Deutschland abgetreten wurde, liess dieses Komplott ins Leere laufen. Aber am 8. November 1939 wäre ein anderer Attentatsversuch beinahe geglückt. Dem süddeutschen Schreiner Georg Elser, der vormals mit den Kommunisten sympathisiert hatte, gelang es, ganz auf eigene Faust eine Bombe im Münchener Bürgerbräukeller zu legen, wo Hitler zur Erinnerung an den 1923 gescheiterten Putsch der Nationalsozialisten alljährlich eine Rede hielt. 1939 aber war Deutschland gerade in den Krieg eingetreten, und Hitler fasste seine Ansprache unerwartet kurz, um noch am selben Abend nach Berlin zurückzukehren. Nachdem er das Lokal verlassen hatte, ging die Bombe hoch; hätte Hitler so lange gesprochen wie sonst, wäre er in tausend Stücke zerrissen worden. Es war nicht das einzige Mal, dass schieres Glück ihn vor dem Tod bewahrte.
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