Jun 19
2009
Solferino: Wasser, rot vom Blut
News in Kultur- und Philosophiegeschichte Noch keine Kommentare »Mörderisch war das Gemetzel von Solferino am 24. Juni 1859. Es wurde zur Geburtsstunde des Roten Kreuzes. Eine Schlachtbeschreibung
Am Abend des 23. Juni 1859 hallt das Getrappel von Pferdehufen über den Platz von Cavriana. Stiefel knallen auf das Pflaster, Säbel klirren, Kommandoschreie erfüllen die Luft. Im Nu verwandelt sich das lombardische Städtchen, 14 Kilometer südlich des Gardasees, in einen Kasernenhof. Die Einwohner stehen unter Schock. Sie haben nicht damit gerechnet, dass österreichische Truppen ausgerechnet hier auftauchen.
Ja, es ist Krieg. Wieder einmal versuchen die Italiener, die verhassten Habsburger loszuwerden, die über den Norden des Landes von Mailand bis Venedig (und in der Toskana) herrschen. Frankreich, Habsburgs alter Widersacher, ist den Italienern zu Hilfe geeilt – am 4. Juni wurden die Österreicher bei Magenta erstmals geschlagen. Sie haben sich hinter den weiter im Osten liegenden Fluss Mincio nicht fern von Verona zurückgezogen. Dort könnten sie abwarten, den Feind erwarten; der Mincio und die österreichischen Festungen Venetiens bieten guten Schutz.
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Am Abend des 23. Juni 1859 hallt das Getrappel von Pferdehufen über den Platz von Cavriana. Stiefel knallen auf das Pflaster, Säbel klirren, Kommandoschreie erfüllen die Luft. Im Nu verwandelt sich das lombardische Städtchen, 14 Kilometer südlich des Gardasees, in einen Kasernenhof. Die Einwohner stehen unter Schock. Sie haben nicht damit gerechnet, dass österreichische Truppen ausgerechnet hier auftauchen.
Ja, es ist Krieg. Wieder einmal versuchen die Italiener, die verhassten Habsburger loszuwerden, die über den Norden des Landes von Mailand bis Venedig (und in der Toskana) herrschen. Frankreich, Habsburgs alter Widersacher, ist den Italienern zu Hilfe geeilt – am 4. Juni wurden die Österreicher bei Magenta erstmals geschlagen. Sie haben sich hinter den weiter im Osten liegenden Fluss Mincio nicht fern von Verona zurückgezogen. Dort könnten sie abwarten, den Feind erwarten; der Mincio und die österreichischen Festungen Venetiens bieten guten Schutz.
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