Jun 23
2009
An der Schwelle zur Hochkultur
News in Die Kelten Noch keine Kommentare »Für Römer und Griechen waren die Kelten vor allem stolze Krieger. Die archäologischen Untersuchungen der vergangenen Jahre haben aber noch etwas ganz anderes gezeigt: Die Kelten waren die ersten Städtegründer nördlich der Alpen.
Unser Bild der Kelten ist maßgeblich geprägt durch die griechischen und römischen Schriftquellen der Jahrhunderte um Christi Geburt. Den Griechen und Römern galten sie als „Barbaren“, als rohe, ungebildete Völker mit einer unverständlichen Sprache. Rom sah in den Kelten (lateinisch celtae oder auch galli) vor allem eine martialische Bedrohung für sich und Italien. Diesem Bild liegt die von den Römern als traumatisch erlebte Tatsache zugrunde, dass ihre Stadt während der Antike nur ein einziges Mal nahezu vollständig erobert wurde: Im Jahr 387 v. Chr. unterlag das römische Heer in der Schlacht an der Allia den keltischen Senonen, die daraufhin die Stadt Rom einnahmen. Legendär ist die von T. Livius (59 v. Chr. – 17 n. Chr.) überlieferte Episode, wonach es den römischen Verteidigern, gewarnt vom Geschnatter der heiligen Gänse der Iuno, nur mit Not gelang, wenigstens das Kapitol gegen die siegreichen Angreifer zu halten. Beim anschließenden Abwiegen des Goldtributs, den die Römer zu zahlen hatten, soll der keltische Heerführer Brennus mit den höhnenden Worten „Vae victis“ (Wehe den Besiegten!) sein Schwert noch zusätzlich in die Waagschale geworfen haben.
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Unser Bild der Kelten ist maßgeblich geprägt durch die griechischen und römischen Schriftquellen der Jahrhunderte um Christi Geburt. Den Griechen und Römern galten sie als „Barbaren“, als rohe, ungebildete Völker mit einer unverständlichen Sprache. Rom sah in den Kelten (lateinisch celtae oder auch galli) vor allem eine martialische Bedrohung für sich und Italien. Diesem Bild liegt die von den Römern als traumatisch erlebte Tatsache zugrunde, dass ihre Stadt während der Antike nur ein einziges Mal nahezu vollständig erobert wurde: Im Jahr 387 v. Chr. unterlag das römische Heer in der Schlacht an der Allia den keltischen Senonen, die daraufhin die Stadt Rom einnahmen. Legendär ist die von T. Livius (59 v. Chr. – 17 n. Chr.) überlieferte Episode, wonach es den römischen Verteidigern, gewarnt vom Geschnatter der heiligen Gänse der Iuno, nur mit Not gelang, wenigstens das Kapitol gegen die siegreichen Angreifer zu halten. Beim anschließenden Abwiegen des Goldtributs, den die Römer zu zahlen hatten, soll der keltische Heerführer Brennus mit den höhnenden Worten „Vae victis“ (Wehe den Besiegten!) sein Schwert noch zusätzlich in die Waagschale geworfen haben.
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