Die Landschaft vor Venedig ist flach und fad. Doch unter der unscheinbaren Oberfläche haben Forscher die Überreste des antiken Altinums entdeckt, einer mächtigen römischen Hafenstadt.

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Rund um den heutigen Ort Altino ist das Land flach, Soja- und Maisfelder erstrecken sich bis zum Horizont, bis hinüber nach Venedig, das wenige Kilometer entfernt in Richtung Westen liegt.

Vom Flugzeug aus sieht das Dörfchen eher fad aus, gerade im Vergleich zur Lagunenstadt Venedig, das mit Markusdom und Canal Grande in der Ferne schimmert. Doch nun haben Geographen der Universität Padua unter den Feldern Altinos das alte Altinum entdeckt, eine mächtige römische Hafenstadt und die wichtigste Vorläuferkolonie Venedigs.

Allein mit Hilfe von Luftbildaufnahmen rekonstruierten die Forscher eine Stadt mit einem komplexen Netz aus Wasserstraßen, bestehend aus natürlichen Flüssen und künstlich angelegten Kanälen.

Für die Forscher ist Altinum vor allem deshalb interessant, weil es eine der wenigen europäischen Städte aus der Zeit um Christi Geburt ist, die nicht später durch mittelalterliche oder moderne Städte überbaut wurde.
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