Im Mai 1944, kurz vor der Landung der amerikanischen und britischen Alliierten in der Normandie, kursierte in Moskau ein bitterer Witz. "Was ist ein Altgläubiger?" - "Jemand, der noch an die Eröffnung einer zweiten Front glaubt." Dabei hatte die Sowjetunion, die seit Jahren an der ersten Front kämpfte, das Schlimmste da schon hinter sich. Am 1. September vor 70 Jahren überfiel Deutschland Polen, 1941 die Sowjetunion, und nichts, was die Nazis im Westen anrichteten, ähnelte dem Vernichtungsfeldzug im Osten auch nur entfernt.

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Während die deutschen Besatzer polnische Lehrer erschossen und ukrainische Museen plünderten, planten sie ein gigantisches Kolonialreich, in dem slawische Heloten deutschen Herrenmenschen dienen sollten. 25 Millionen Menschen verlor die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg, 70.000 Städte, Siedlungen, Dörfer wurden zerstört.
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