Sep 24
2009
Hobby-Sucher findet riesigen Goldschatz in England
News in Archäologie 17 Kommentare »Es ist der Traum eines jeden Goldjägers: Ein Hobby-Schatzsucher hat in England den bisher größten Goldschatz aus der Zeit der Angelsachsen entdeckt.
Auf dem Acker eines benachbarten Bauern in der Grafschaft Staffordshire fand der arbeitslose Mann mit seinem Metalldetektor bis zu 1500 Stücke, darunter vor allem Kriegsausrüstung. Der Schatz stammt vermutlich aus dem Siebten Jahrhundert und soll Millionen wert sein. Archäologen halten den Fund für den größten und bedeutendsten aus der Zeit des germanischen Stammes. Der Finder Terry Herbert sagte, der Schatz sei so groß, dass er nur noch von Gold geträumt habe. «Stell dir vor, du bist zu Hause und jemand hört nicht auf, Geld durch deinen Briefschlitz zu stecken - so war das.»
Weiterlesen »
Auf dem Acker eines benachbarten Bauern in der Grafschaft Staffordshire fand der arbeitslose Mann mit seinem Metalldetektor bis zu 1500 Stücke, darunter vor allem Kriegsausrüstung. Der Schatz stammt vermutlich aus dem Siebten Jahrhundert und soll Millionen wert sein. Archäologen halten den Fund für den größten und bedeutendsten aus der Zeit des germanischen Stammes. Der Finder Terry Herbert sagte, der Schatz sei so groß, dass er nur noch von Gold geträumt habe. «Stell dir vor, du bist zu Hause und jemand hört nicht auf, Geld durch deinen Briefschlitz zu stecken - so war das.»
Weiterlesen »
25. Sep 2009 um 10:49
Ein Hoch auf Terry Herbert, dass er nicht das Gold eingeschmolzen und den Rest verbrannt hat. Dann wäre der Fund für die Geschichtsforschung verloren gewesen.
Offenbar bekommt er ja einen stattlichen Finderlohn, was ihm von Herzen gegönnt sei.
Auf die Auswertung des Fundes bin ich gespannt.
25. Sep 2009 um 13:28
Auch ein Goldband mit biblischer Inschrift aus dem Alten Testament und bis zu drei Kreuze gehören zu den Fundstücken.
Interessant wäre ja ein Stück in angelsächsischer Sprache gewesen, ist aber leider bloß Latein.
26. Sep 2009 um 09:45
Hallo
[U]Gestern im Fernsehen.... Hobby-Archäologe.[/U]
Er im Fernsehen; Und verantwortungsbewußt...... war seine Sorge, das "kein Stück" ....verschwindet... und der Schatz ins Museum gehört.
SUPER ... und Danke Freund aus England.
Und wenn er was bekommt ....gönne ich es ihm (Finderlohn).
Ein "Hobby-Archäologe" aus Deutschland-Ungarn.
Hans-Peter
26. Sep 2009 um 10:16
Nur hoffentlich weiß der Hobby-Archäologe auch, dass die Archäologie keine Schatzsucherei ist und es nicht nur auf die Funde ankommt, sondern auch darauf, wie und wo sie im Erdreich eingelagert sind, weshalb der Hobby-Archäologe die Archäologie lieber den Profis überlässt.
26. Sep 2009 um 10:25
Sollte der Zeit-Artikel mal im Orkus verschwinden: Hier geht's lang zur offiziellen Website: The Staffordshire Hoard
27. Sep 2009 um 10:06
Hallo
Fahre in einer Stunde ....zu meinem Hobby ..... Nach Somogyvar, auf die Burg Kupavar zu meinem Weinberg/Ungarn.
Und bleibe ..... 4 Wochen. Ich liebe es....
Doch ich möchte noch eine Frage loswerden; [U]Wie hättet Ihr Euch verhalten ???[/U]
Gut...... einige würden nicht suchen....
Gut...... einige würden nichts finden....
Gut...... einige....würden es "verschwinden lassen" (von einschmelzen bis verhökern)
[U]Wie hätte ich mich nun verhalten!?[/U]
-Spätestens nach dem zweiten Stück .... hätte ich die Polizei angerufen, es gemeldet ..... und es Archäologen überlassen....
(im Fernsehen sah es nicht so aus, wie wenn es "Experten waren"...; da wurde ein "Teil" aus dem Boden gezogen.... und hätte abbrechen können wenn es länger gewesen wäre. Oder machen das [U]unsere "Experten" auch soooo ?!)[/U]
[U]Und wie hättet Ihr Euch verhalten ???[/U]
Gruß Hans-Peter
[I]Super.....war mein 100 Beitrag....[/I]
27. Sep 2009 um 10:51
Experten ziehen nichts aus dem Boden.
27. Sep 2009 um 12:13
[U]Und wie hättet Ihr Euch verhalten ???[/U]
Ich hätte nicht [U]mal wieder[/U] vom Finderlohn angefangen (s. deinen Beitrag davor
Aber ich finde es gut, so einen Fund den Behörden zu melden. Ein Schatz dieser Art ist ein Teil der Kulturgeschichte eines Landes und gehört ins Museum und nicht in einen Privatkeller.
27. Nov 2009 um 14:18
Offenbar bekommt er ja einen stattlichen Finderlohn, was ihm von Herzen gegönnt sei.
Und wenn er was bekommt ....gönne ich es ihm (Finderlohn).
Ein Finderlohn, der sich gewaschen hat, wie die heutige Presse weiß:
Der Schatz hat einen Wert von 3,3 Millionen Pfund (3,6 Millionen Euro). Die Summe werde nun zu gleichen Teilen an den Finder Terry Herbert und den Besitzer des Grundstücks, Fred Johnson, gehen,
Archäologie: Geldsegen für Hobby-Schatzsucher - Archäologie - FOCUS Online
Ein Hoch auf Terry Herbert, dass er nicht das Gold eingeschmolzen und den Rest verbrannt hat.
Damit wäre sein Verdienst trotz des dieser Tage hohen Goldpreises weitaus geringer ausgefallen, für seien 5 kg Gold- und 1,3 kg Silberblech.
Nach dem heutigen Tagespreis hätte er für den Schatz 186.924,40 $ für das Gold (Tagespreis 37384,88 USD je 1 kg Gold) erhalten und 751.91 $ für das Silber (Tagesspreis 578,39 USD je 1 kg Silber), also zusammen 187.676,31 $ oder 125.799,43 €.
Durch seine Ehrlichkeit hat er das vierzehnfache verdient.
27. Nov 2009 um 14:30
Damit wäre sein Verdienst trotz des dieser Tage hohen Goldpreises weitaus geringer ausgefallen, für seien 5 kg Gold- und 1,3 kg Silberblech.
Nach dem heutigen Tagespreis hätte er für den Schatz 186.924,40 $ für das Gold (Tagespreis 37384,88 USD je 1 kg Gold) erhalten und 751.91 $ für das Silber (Tagesspreis 578,39 USD je 1 kg Silber), also zusammen 187.676,31 $ oder 125.799,43 €.
Durch seine Ehrlichkeit hat er das vierzehnfache verdient.
Die Rechnung muss man ergänzen:
Die "Kohle" kriegt er für das Edelmetall nur, wenn es einen "Degussa"-Stempel aufweist. Sonst wird zuerst analysiert, geprüft usw., kann er noch einen 5-stelligen Betrag dafür absetzen. Dann wird es unangenehme Fragen der Polente geben.
Also was bleibt? 10g weise als Zahngold verscherbeln. Oder Schwarzmarkt.
Gibt es vielleicht 10% vom echten Wert. Der Käufer weiß ja, dass es Sohre ist.
Ergo: Ehrlich währt am längsten. (bringt am meisten):pfeif:
27. Nov 2009 um 15:42
Die "Kohle" kriegt er für das Edelmetall nur, wenn es einen "Degussa"-Stempel aufweist. Sonst wird zuerst analysiert, geprüft usw., kann er noch einen 5-stelligen Betrag dafür absetzen. Dann wird es unangenehme Fragen der Polente geben.
:pfeif:
MW bearbeiten die Scheideunternehmen hierzulande Edelmetalle grundsätzlich
nicht ohne eigene Analyse - ob da nun 585 draufsteht oder gar nix .
Die Analysekosten hat jeder - auch wer zB. 5 kg alte Silber-.Bestecke einschmelzen lässt, was öfter vorkommt , als man denkt .
Und die Firma hat auch keine automatische Meldepflicht an die Polizei
oder sonstwen - wär ja noch schöner.....
Also , du kannst beruhigt mit einem 5 kg Posten Hackschnitzel-Gold oder einem gegossenen Block zu Heräus oder solchen Firmen gehen.
Die berechnen die Bearbeitungskosten und überweisen dir die Kohle oder liefern nagelneue gepunzte Barren an dich aus im Gegenwert .
27. Nov 2009 um 15:49
Muss ich mal was fragen.
Was ist eigentlich an Gold so wertvoll?
Zu gebrauchen ist das Zeug doch gar nicht, viel zu weich als Gebrauchsgegenstand.
Wohl eher ein ideeller Wert. Wenn ich wählen müsste, zwischen ein Schwert aus Gold oder eines aus Eisen, würde ich Eisen wählen.
27. Nov 2009 um 16:30
Gold war früher wegen der Seltenheit dehr wertvoll. Außerdem hat es einen niedrigen Schmelzpunkt, so ist es leicht zu verarbeiten.
Wegen seines glanzes und der Beständigkeit (da es ja nicht oxidiert) wurde es auch für rituelle Zwecke genutzt
27. Nov 2009 um 17:25
Was ist eigentlich an Gold so wertvoll?
Zu gebrauchen ist das Zeug doch gar nicht, viel zu weich als Gebrauchsgegenstand. Lenin hat irgendwo mal geschrieben, im Kommunismus würde man Latrinen demonstrativ aus Gold bauen. Aber ganz so einfach ist es nicht. Hauptvorteil des Goldes: Es ist mobil und lässt sich perfekt thesaurisiern. Das heißt aus der Sicht eines antiken Stammeshäüptlings, ich kann es mit mir, an meinem Pferdezaumzeug oder an den Ohren meiner Frau mitschleppen, kann jederzeit eine Kleinigkeit als "Cash" abzweigen und es hält ewig, weil es nicht rostet oder verwittert.
Das Thema ist einen eigenen Thread wert.
27. Nov 2009 um 18:45
Ergo: Ehrlich währt am längsten. (bringt am meisten)...und das ist gut so ! Es soll ihm mehr bringen !
In Deutschland ist es so (wenn es jemand besser weiß bitte korrigieren), dass z. B. eine Baufirma, die etwas findet, die Kosten der Unterbrechung für archäologischen Grabungen (incl. Konventionalstrafen) selbst tragen muss. Also, liebe Baggerfahrer : Wenn da was hervorschimmert : Augen zu und weiterbuddeln !
28. Nov 2009 um 15:21
...und das ist gut so ! Es soll ihm mehr bringen !
In Deutschland ist es so (wenn es jemand besser weiß bitte korrigieren), dass z. B. eine Baufirma, die etwas findet, die Kosten der Unterbrechung für archäologischen Grabungen (incl. Konventionalstrafen) selbst tragen muss. Also, liebe Baggerfahrer : Wenn da was hervorschimmert : Augen zu und weiterbuddeln !
Nicht die Baufirma, sondern der Bauherr. Ist doch logisch, dass, wenn ein archäologischer Befund durch Baumaßnahmen zerstört wird, der Verursacher für die Dokumentation aufkommen muss. Kann ja nicht alles die Allgemeinheit tragen. Das ist schon der Fall, wenn es sich um einen öffentlichen Bauträger (Kommune, Land, Bundesrepublik) handelt. Vielfach lässt sich das "Risiko", dass es einen archäologischen Befund geben kann, schon im Voraus abschätzen.
28. Nov 2009 um 15:26
Nicht die Baufirma, sondern der Bauherr. Ist doch logisch, dass, wenn ein archäologischer Befund durch Baumaßnahmen zerstört wird, der Verursacher für die Dokumentation aufkommen muss. Kann ja nicht alles die Allgemeinheit tragen. Das ist schon der Fall, wenn es sich um einen öffentlichen Bauträger (Kommune, Land, Bundesrepublik) handelt. Vielfach lässt sich das "Risiko", dass es einen archäologischen Befund geben kann, schon im Voraus abschätzen.
Die Rechtslage ist mir bekannt.
Ändert aber nichts daran, dass es eine Riesendummheit ist.
Und so mancher "Fund" gleich gar nicht gemacht wird, sondern zügig auf dem Abraum landet.