Winston Churchill wird als Freund der Schweiz gefeiert, der die schweizerische Neutralität hoch geschätzt hat. Eine Episode aus dem Jahr 1941 verändert das Bild. 1941 wollte Churchill die Eisenbahnlinie für den Kohletransport durch die Schweiz bombardieren.

Am 27. Januar 1941 schickte der britische Premier Winston Churchill dem Luftfahrtministerium eine Anweisung: Es bestehe anscheinend ein intensiver Eisenbahnverkehr zwischen Deutschland und Italien. Mindestens 200 000 Tonnen würden wöchentlich transportiert: «Es ist offensichtlich äusserst wichtig, dass dies auf jede mögliche Weise verhindert werden soll. In Anbetracht der gebirgigen Natur des Landes» – der Name der Schweiz wird nicht genannt –, «durch das die Züge fahren, sollte dies machbar sein. Bitte lassen Sie mir einen Bericht zukommen, was getan worden ist und was getan werden muss.» Das Dokument findet sich in den im Britischen Nationalarchiv hinterlegten und bereits 1970 freigegebenen
persönlichen Akten Churchills. Die Geschichte ist bisher auch in Fachkreisen kaum beachtet worden.
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