1989 fällt die Berliner Mauer, 1991 löst sich die Sowjetunion auf - und in der Zwischenzeit ist es in Moskau auch noch zu einer Konsum-Revolution gekommen: Am 31. Januar 1990 wird am Puschkin-Platz das erste McDonald's-Restaurant eröffnet. Die Metropole hat den Verbrauchern zu dieser Zeit noch kaum etwas zu bieten. Die Moskauer müssen sich in den Geschäften ausweisen. Sie werden bevorzugt versorgt, denn die Nahrungsmittel reichen nicht für diejenigen aus, die aus der Provinz in die sowjetische Hauptstadt kommen. Nach den politischen Umwälzungen, die KPdSU-Generalsekretär Michail Gorbatschow in die Begriffe "Perestroika" ("Umgestaltung") und "Glasnost" ("Offenheit") gekleidet hat, steht das amerikanische Schnell-Restaurant nun für kommerzielle Innovation. "Es war ein Zeichen des Umbruchs, der da in diesem riesigen Land stattfand", erinnert sich WDR-Korrespondent Hermann Krause. "McDonald's - die Inkarnation des American Way of Life - öffnete seine Türen."

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Winkelemente des Kapitalismus


Am Eröffnungstag ist das Interesse der Bevölkerung gewaltig: Vor dem McDonald's-Restaurant bildet sich eine drei bis vier Kilometer lange Schlange.
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