Mär 15
2010
Inferno brach über die Auerwerke und ganz Oranienburg herein
News in Der Zweite Weltkrieg 3 Kommentare »Im Bombenhagel des schwersten Luftangriffs auf Oranienburg starben vor 65 Jahren am 15. März 1945 Hunderte Kinder, Frauen und Männer – sowohl Einwohner Oranienburgs als auch aus anderen europäischen Ländern nach Deutschland verschleppte Zwangsarbeiter.
204 Oranienburger wurden von Bomben zerfetzt oder unter Trümmern begraben. 382 weibliche KZ-Häftlinge des Außenlagers Auerwerke wurden als Tote registriert. Wie viele Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, die bei den Auerwerken eingesetzt waren, diesen Angriff nicht überlebten, ist bis heute unbekannt.
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204 Oranienburger wurden von Bomben zerfetzt oder unter Trümmern begraben. 382 weibliche KZ-Häftlinge des Außenlagers Auerwerke wurden als Tote registriert. Wie viele Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, die bei den Auerwerken eingesetzt waren, diesen Angriff nicht überlebten, ist bis heute unbekannt.
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15. Mär 2010 um 20:25
Danke, auch diesmal Ursi!
Was ich wirklich interessant an dem Artikel fand, war die vorherige Warnung der Bevölkerung durch die BBC:
...Was die KZ-Häftlingsfrauen oder Zwangsarbeiter nicht wussten und was den Arbeitern und Angestellten nicht bekannt war, was die Oranienburger nicht hören durften, war eine Warnmeldung des englischen Rundfunksenders BBC London in deutscher Sprache. Über den Äther ertönten die Worte „Achtung, Achtung! Die Bevölkerung von Oranienburg wird aufgefordert, ihre Stadt zu verlassen. Sie wird bombardiert.“ Die letztmalige Warnung erfolgte um 13 Uhr. Danach begann der Angriff...
Anscheinend versuchte man nach Dresden die Zivilbevökerung anderer Städte kurz vor einem Angriff zu warnen.
Und ich denke mal, daß viele Deutsche trotz des Verbotes den "Feindsender" hörten, um an Informationen zu kommen, die sie von der deutschen NS-Propaganda nicht bekamen.
:grübel:
15. Mär 2010 um 22:26
Der nachstehende Absatz irritiert mich weitaus mehr:
Unbeantwortet blieb bis heute die Frage, ob die Verantwortlichen der Auerwerke von dem drohenden Luftangriff wussten und warum für die dort arbeitenden KZ-Häftlinge, Kriegsgefangenen und ausländischen Zwangsarbeiter keine Schutzmaßnahmen ergriffen wurden.
Hat denn der Journalist keine Ahnung, wie menschenverachtend die Politik gegenüber Zwangsarbeitern und KZ-Häftlingen war? Was erwartet er denn für Schutzmaßnahmen?
15. Mär 2010 um 23:42
Hat denn der Journalist keine Ahnung, wie menschenverachtend die Politik gegenüber Zwangsarbeitern und KZ-Häftlingen war? Was erwartet er denn für Schutzmaßnahmen?
Vielleicht hat er das auch nicht so gemeint, daß die Nazis aus humanistischen Gesichtspunkten heraus gehandelt haben könnten, sondern eher aus Gründen der Erhaltung der (Zwangs-)Arbeitskräfte, die die Rüstungsproduktion aufrecht erhielten. Denn in der Schlußphase des Krieges gab es ja nicht mehr so viele Kriegsgefangene, die nach Deutschland kamen.