Apr 07
2010
Revolution und Weltuntergang – die Mythen um Islands Vulkane
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Der Vulkanausbruch am Eyjafjalla-Gletscher ruft Erinnerungen wach: Eruptionen auf Island verdunkelten 1783 den Himmel über Europa. Mythen darum halten sich bis heute.[/b]
Im Jahr 1783 erlebte Island eine Naturkatastrophe, die auf der gesamten nördlichen Hemisphäre Spuren hinterließ. Damals brach der Vulkan Lakagígar im Süden der Insel aus. Monatelang floss Lava aus mehr als 100 Kratern in der Laki-Spalte. Gleichzeitig spuckten die Krater Asche – eine verhängnisvolle Mischung aus Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Schwefel und anderen hochgiftigen Stoffen. Wochenlang verdunkelten Aerosole in der Troposphäre den Himmel – nicht nur auf Island, sondern auch auf dem europäischen Festland.
Auf Island wurde die Ernte durch die vergifteten Niederschläge weitgehend vernichtet. Große Teile des Viehbestandes verendeten qualvoll. So wurde ein Kreislauf in Gang gesetzt, der etwa 10.000 Menschen in den zwei folgenden Jahren das Leben kostete. Die "Nebelhungersnot" hat sich tief ins kollektive Gedächtnis der Isländer eingebrannt.
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Der Vulkanausbruch am Eyjafjalla-Gletscher ruft Erinnerungen wach: Eruptionen auf Island verdunkelten 1783 den Himmel über Europa. Mythen darum halten sich bis heute.[/b]
Im Jahr 1783 erlebte Island eine Naturkatastrophe, die auf der gesamten nördlichen Hemisphäre Spuren hinterließ. Damals brach der Vulkan Lakagígar im Süden der Insel aus. Monatelang floss Lava aus mehr als 100 Kratern in der Laki-Spalte. Gleichzeitig spuckten die Krater Asche – eine verhängnisvolle Mischung aus Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Schwefel und anderen hochgiftigen Stoffen. Wochenlang verdunkelten Aerosole in der Troposphäre den Himmel – nicht nur auf Island, sondern auch auf dem europäischen Festland.
Auf Island wurde die Ernte durch die vergifteten Niederschläge weitgehend vernichtet. Große Teile des Viehbestandes verendeten qualvoll. So wurde ein Kreislauf in Gang gesetzt, der etwa 10.000 Menschen in den zwei folgenden Jahren das Leben kostete. Die "Nebelhungersnot" hat sich tief ins kollektive Gedächtnis der Isländer eingebrannt.
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