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Auf der Wewelsburg bei Paderborn wurde Deutschlands erstes Museum zur Geschichte der SS eröffnet.[/b]

Vom 12. bis 15. Juni 1941, nur wenige Tage vor Beginn des deutschen Angriffs auf die Sowjetunion, versammelte Reichsführer-SS Heinrich Himmler seine wichtigsten Mitarbeiter zu einer Besprechung auf der Wewelsburg.

Das ehemalige fürstbischöfliche Residenzschloss zwanzig Kilometer südlich von Paderborn befand sich seit 1934 im Besitz der SS. Zwei Fotos haben sich erhalten. Sie zeigen fröhliche Gesichter, eine aufgeräumte Gesellschaft. Es galt, sich auf den bevorstehenden Vernichtungskrieg einzustimmen und jedem seine Aufgabe zuzuweisen. Dabei ging es nicht nur um die Ermordung der Juden, sondern auch um die »Behandlung« der »slawischen Untermenschen«. Während des Treffens, so sagte einer der Teilnehmer 1946 in Nürnberg aus, habe Himmler die »Dezimierung der slawischen Bevölkerung um dreißig Millionen« angekündigt.

Man hätte für ein Museum zur Geschichte der SS keinen besseren Ort finden können. Denn in dem Schloss sollte nach den Plänen Himmlers eine zentrale Kult- und Versammlungsstätte für die höheren SS-Führer entstehen. Dass das imposante Gemäuer mit dem ungewöhnlichen dreieckigen Grundriss im Herzen des alten »Sachsenlandes« liegt, mit den sagenumwobenen Externsteine und dem Detmolder Hermannsdenkmal, erhöhte für den Germanenschwärmer und Heinrich-I.-Bewunderer Himmler die Attraktivität des Platzes.
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