Apr 25
2010
Ein verhängnisvoller Brief
News in Der Zweite Weltkrieg 2 Kommentare »[b]Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den früheren SS-Mann Erich Steidtmann - er soll an Massakern im besetzten Polen beteiligt gewesen sein. [/b]
Die Staatsanwaltschaft Hannover hat aufgrund von Recherchen des Süddeutsche Zeitung Magazins Ermittlungen gegen einen ehemaligen SS-Hauptsturmführer wieder aufgenommen. Der 95 Jahre alte Erich Steidtmann steht im Verdacht, als Hauptmann der Polizei mit einer ihm unterstellten Kompanie im Herbst 1943 an zwei Massenerschießungen von Juden beteiligt gewesen zu sein.
Bei den Massakern im Raum Lublin im besetzten Polen wurden etwa 30.500 Menschen ermordet. Außerdem gab das Simon-Wiesenthal-Center bekannt, Steidtmann an diesem Donnerstag auf die Liste der meistgesuchten Naziverbrecher weltweit zu setzen.
Gegen Erich Steidtmann wurde schon in den sechziger und siebziger Jahren ermittelt, allerdings wurde das Verfahren 1974 mangels Beweisen eingestellt. 2007 lenkte er dann den Blick der Öffentlichkeit selbst noch einmal auf seine Rolle im Dritten Reich: Damals klagte er gegen die Autobiografie der ehemaligen Gestapo-Sekretärin Lisl Urban, die in ihrem Buch von einer Liebesbeziehung mit einem SS-Offizier schrieb.
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Die Staatsanwaltschaft Hannover hat aufgrund von Recherchen des Süddeutsche Zeitung Magazins Ermittlungen gegen einen ehemaligen SS-Hauptsturmführer wieder aufgenommen. Der 95 Jahre alte Erich Steidtmann steht im Verdacht, als Hauptmann der Polizei mit einer ihm unterstellten Kompanie im Herbst 1943 an zwei Massenerschießungen von Juden beteiligt gewesen zu sein.
Bei den Massakern im Raum Lublin im besetzten Polen wurden etwa 30.500 Menschen ermordet. Außerdem gab das Simon-Wiesenthal-Center bekannt, Steidtmann an diesem Donnerstag auf die Liste der meistgesuchten Naziverbrecher weltweit zu setzen.
Gegen Erich Steidtmann wurde schon in den sechziger und siebziger Jahren ermittelt, allerdings wurde das Verfahren 1974 mangels Beweisen eingestellt. 2007 lenkte er dann den Blick der Öffentlichkeit selbst noch einmal auf seine Rolle im Dritten Reich: Damals klagte er gegen die Autobiografie der ehemaligen Gestapo-Sekretärin Lisl Urban, die in ihrem Buch von einer Liebesbeziehung mit einem SS-Offizier schrieb.
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25. Apr 2010 um 20:24
Beim googeln auf dieses Posting gestoßen:
http://www.geschichtsforum.de/491461-post1.html
deshalb mich angemeldet, um richtigzustellen:
Artikel vom 05.04.2010
und vom 23.04.2010
Schlimm genug schon, daß das Wiesenthal Center sich mit fremden Federn schmückt. Noch schlimmer sind dann schlecht recherchierte Artikel in vermeintlich intellektuellen Zeitungen.
Damit melde ich mich auch wieder ab.
26. Apr 2010 um 00:19
Naja, das scheint ja nicht ganz so schlimm zu sein, wie es im ersten Augenblick ([I]Plagiat![/I]) scheint. Wenn Stefan Klemp, der ja seit Jahren an der Geschichte der Ordnungspolizei in den besetzten Gebieten dran ist, der Staatsanwaltschaft seine Arbeitsergebnisse übermittelt und diese die Ermittlungen im Januar 2009 einstellt (so wenigstens die SZ), dann kann er ja dein(?) Buch, welches 2009 erschienen ist (so die [I]Mitteldeutsche Zeitung[/I]), kaum benutzt haben. Das ist halt manchmal so, dass Historiker unabhängig voneinander mit denselben Qn arbeiten und zu denselben oder ähnlichen Ergebnissen kommen.