Mai 04
2010
Für Jahre grundlos weggesperrt
News in BRD | DDR 3 Kommentare »Unsere einzige Aufgabe war das Warten“, erinnert sich Reinhold Rösner. Ob beim stundenlangen Zählappell, dem Reinigen der Unterkünfte oder dem Entlausen. Es gab für die mehr als 10 000 Gefangenen des Internierungslagers Ketschendorf bei Fürstenwalde (Oder-Spree) keine Arbeit, keine medizinische Versorgung, keine Sanitäranlagen und kaum Essen. Kein Gefangener war rechtskräftig verurteilt, dennoch wurden die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs vom russischen Geheimdienst NKWD verhafteten Deutschen unter katastrophalen Bedingungen zusammengepfercht. 65 Jahre ist das jetzt her, doch Rösner erinnert sich noch gut.
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04. Mai 2010 um 10:48
Ein trauriges Kapitel. Ein Grossonkel von mir, alter Sozi und Polizist, wurde am 3.5.45 per Dekret von den Engländern zum Polizeichef in Wismar gemacht. 6 Wochen später kam, gemäß Jalta, die Rote Armee. Den Job war er sofort los. "Dummerweise" opponierte er 1946 gegen die Zwangsvereinigung zur SED. Er wurde abgeholt und verschwand spurlos...
04. Mai 2010 um 12:30
Stalins Terrorlager waren gestern auch ein Thema in der WELT:
Buchvorstellung "Verdrängter Terror" von Bettina Greiner
04. Mai 2010 um 17:52
Mal wieder danke für´s reinsetzen, Ursi!

Übrigens war das selbst in der DDR der 80er Jahre noch ein absolutes Tabu-Thema. Ich weiß noch, daß ein Klassenkamerad im Schulunterricht nur eine ganz kurze Bemerkung dazu machte um vielleicht das Thema einmal anzuspechen oder vielleicht auch nur, um zu provozieren (weiß ich nicht genau) und da hat ihm der Lehrer vor der Klasse klar mit "Bautzen" gedroht.