Mai 16
2010
»Der gute König« Heinrich IV.: Ein heiterer Mann
News in Absolutismus und Aufklärung (1648-1789) Noch keine Kommentare »[b]
Krieger und Friedensstifter, legendärer Liebhaber und begeisterter Vater: Frankreich liebt bis heute seinen »guten König« Heinrich IV., der am 14. Mai 1610 in Paris ermordet wurde. Ein Lebensbild des vitalen Monarchen.[/b]
Ein Historiker von Rang, der seine Geschichte der Franzosen mit getragenem Ernst, ja einer gewissen Feierlichkeit niederschrieb, fand unversehens heitere Töne, als seine Erzählung bei Henri Quatre anlangte. König Heinrich IV. habe sich, als er der Macht über das Land endlich sicher sein konnte, als »ein Ausbund an Vitalität« erwiesen – trotz seiner 47 Jahre (die in jener Epoche als ein vorgerücktes Alter galten) und trotz des ergrauten Bartes und der allzu prominenten Nase, die fast seine Oberlippe erreichte, immer noch ausgesprochen gut aussehend.
Heinrichs Charakter, schreibt Guillaume-André de Bertier de Sauvigny in seinem 1977 erschienenen Buch weiter, sei von dem »unsteten Leben eines Partisanenführers« geprägt worden, sein politisches Urteil von den Wechselfällen des Geschicks geschärft; er habe in allen Regionen und Winkeln Frankreichs das Leben seiner einfachsten Untertanen kennengelernt, was für einen König ganz ungewöhnlich gewesen sei. »Er bezauberte durch seinen Elan, seine gute Laune, seine ungezwungenen Manieren, seinen Geist, seinen Witz, seinen verzeihenden Großmut und durch seine Fähigkeit, Befehle als Bitten« zu formulieren.
Weiterlesen »
Krieger und Friedensstifter, legendärer Liebhaber und begeisterter Vater: Frankreich liebt bis heute seinen »guten König« Heinrich IV., der am 14. Mai 1610 in Paris ermordet wurde. Ein Lebensbild des vitalen Monarchen.[/b]
Ein Historiker von Rang, der seine Geschichte der Franzosen mit getragenem Ernst, ja einer gewissen Feierlichkeit niederschrieb, fand unversehens heitere Töne, als seine Erzählung bei Henri Quatre anlangte. König Heinrich IV. habe sich, als er der Macht über das Land endlich sicher sein konnte, als »ein Ausbund an Vitalität« erwiesen – trotz seiner 47 Jahre (die in jener Epoche als ein vorgerücktes Alter galten) und trotz des ergrauten Bartes und der allzu prominenten Nase, die fast seine Oberlippe erreichte, immer noch ausgesprochen gut aussehend.
Heinrichs Charakter, schreibt Guillaume-André de Bertier de Sauvigny in seinem 1977 erschienenen Buch weiter, sei von dem »unsteten Leben eines Partisanenführers« geprägt worden, sein politisches Urteil von den Wechselfällen des Geschicks geschärft; er habe in allen Regionen und Winkeln Frankreichs das Leben seiner einfachsten Untertanen kennengelernt, was für einen König ganz ungewöhnlich gewesen sei. »Er bezauberte durch seinen Elan, seine gute Laune, seine ungezwungenen Manieren, seinen Geist, seinen Witz, seinen verzeihenden Großmut und durch seine Fähigkeit, Befehle als Bitten« zu formulieren.
Weiterlesen »