Mai 21
2010
Die vergessene Odyssee der «Crabs»
News in Der Zweite Weltkrieg Noch keine Kommentare »Nach dem deutschen Angriff schickte die belgische Regierung im Mai 1940 Hunderttausende von jungen Männern ins französische Exil. Die dreimonatige Odyssee war ein Debakel ohnegleichen, das auch heute noch gern verdrängt wird.
Am 13. Mai 1940 erteilte die belgische Regierung allen noch nicht eingezogenen 16- bis 35-jährigen Männern des Königreichs den Befehl, sich in zuvor festgelegten Zentren in Westflandern und dem Hennegau (Hainaut) zu sammeln. Drei Tage zuvor hatten die nazideutschen Truppen den Westfeldzug gegen die Niederlande, Belgien und Luxemburg begonnen.
Mit der grossangelegten Evakuierung, die rund 400 000 Männer und Jugendliche betraf, wollte die Brüsseler Regierung den Alliierten eine Reserve für die künftige Rekrutierung verschaffen, anderseits sollte den Angreifern ein attraktives Reservoir an Zwangsarbeitern entzogen werden. Die Planung fusste auf den Erfahrungen des Ersten Weltkriegs mit seinem langen Stellungskrieg und der Deportation Tausender von arbeitsfähigen Männern im besetzten Teil Belgiens zur Zwangsarbeit in Deutschland.
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Am 13. Mai 1940 erteilte die belgische Regierung allen noch nicht eingezogenen 16- bis 35-jährigen Männern des Königreichs den Befehl, sich in zuvor festgelegten Zentren in Westflandern und dem Hennegau (Hainaut) zu sammeln. Drei Tage zuvor hatten die nazideutschen Truppen den Westfeldzug gegen die Niederlande, Belgien und Luxemburg begonnen.
Mit der grossangelegten Evakuierung, die rund 400 000 Männer und Jugendliche betraf, wollte die Brüsseler Regierung den Alliierten eine Reserve für die künftige Rekrutierung verschaffen, anderseits sollte den Angreifern ein attraktives Reservoir an Zwangsarbeitern entzogen werden. Die Planung fusste auf den Erfahrungen des Ersten Weltkriegs mit seinem langen Stellungskrieg und der Deportation Tausender von arbeitsfähigen Männern im besetzten Teil Belgiens zur Zwangsarbeit in Deutschland.
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