Jun 11
2010
Absturzort nach 66 Jahren gefunden
News in Der Zweite Weltkrieg 4 Kommentare »Historiker Wolfgang Dost hilft bei der Suche nach verunglückten alliierten Piloten bei Wittstock / Zeitzeugen gesucht
Dave Champion lebt in Schweden und wünscht sich nichts sehnlicher, als den Heldentod seines Großvaters, Pilot Flight Sergeant (F/S) Forsyth, endlich genau zu klären. Der war zusammen mit Sergeant James von der Royal Air Force (RAF) mit der Mosquito DZ 597 von einem Einsatz am 20./21. April 1943 in Berlin nicht mehr zurückgekehrt. Dass die beiden Soldaten in dem Holzflugzeug bei Zaatzke abgestürzt sein sollten und auf dem Wittstocker Friedhof in den Gräbern Nummer 19 und 20 für alliierte Gefallene bestattet wurden, weiß der Enkel. Doch ist bisher weder der Absturzort noch die Lage der Gebeine genau bekannt. Beides kann Historiker Wolfgang Dost jetzt nach Zeugengesprächen und Aktendurchsicht ziemlich genau eingrenzen. „Für September hat sich Dave Champion zu einem Besuch in Wittstock angekündigt“, freut sich Wolfgang Dost. Da wird er den Enkel zu jener Stelle begleiten, an der sich einst das Grab des abgestürzten Piloten befunden hat, und zum Absturzort der Mosquito DZ 597 führen. Allerdings wird der Enkel des Piloten Forsyth bei seinem Besuch im September in Wittstock das Grab seines Großvaters nicht mehr als solches erkennen. Die Reihengräber auf dem Stadtfriedhof, in dem alliierte Gefallene bestattet worden waren, sind nicht mehr vorhanden. Wann sie beseitigt wurden, ist unklar. Die für den Friedhof und die für Kriegsgräber verantwortlichen Mitarbeiter besitzen keine Unterlagen.
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Dave Champion lebt in Schweden und wünscht sich nichts sehnlicher, als den Heldentod seines Großvaters, Pilot Flight Sergeant (F/S) Forsyth, endlich genau zu klären. Der war zusammen mit Sergeant James von der Royal Air Force (RAF) mit der Mosquito DZ 597 von einem Einsatz am 20./21. April 1943 in Berlin nicht mehr zurückgekehrt. Dass die beiden Soldaten in dem Holzflugzeug bei Zaatzke abgestürzt sein sollten und auf dem Wittstocker Friedhof in den Gräbern Nummer 19 und 20 für alliierte Gefallene bestattet wurden, weiß der Enkel. Doch ist bisher weder der Absturzort noch die Lage der Gebeine genau bekannt. Beides kann Historiker Wolfgang Dost jetzt nach Zeugengesprächen und Aktendurchsicht ziemlich genau eingrenzen. „Für September hat sich Dave Champion zu einem Besuch in Wittstock angekündigt“, freut sich Wolfgang Dost. Da wird er den Enkel zu jener Stelle begleiten, an der sich einst das Grab des abgestürzten Piloten befunden hat, und zum Absturzort der Mosquito DZ 597 führen. Allerdings wird der Enkel des Piloten Forsyth bei seinem Besuch im September in Wittstock das Grab seines Großvaters nicht mehr als solches erkennen. Die Reihengräber auf dem Stadtfriedhof, in dem alliierte Gefallene bestattet worden waren, sind nicht mehr vorhanden. Wann sie beseitigt wurden, ist unklar. Die für den Friedhof und die für Kriegsgräber verantwortlichen Mitarbeiter besitzen keine Unterlagen.
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11. Jun 2010 um 02:25
Danke mal wieder für´s reinsetzen, ursi! :yes:
Ich finde es schon erstaunlich, mit wieviel Energie manche Leute nach so langer Zeit noch nach verstorbenen Angehörigen suchen. Ich meine, es sind ja so viele umgekommen in diesem Krieg...
Was meint ihr?
11. Jun 2010 um 08:32
Es ist erstaunlich, dass man nach Jahrzehnten noch sogar Flugzeuge samt toter Besatzung findet. Ich weiss von so einem Fall an der Ostsee um 1980, als man eine "Mosquito" nur 100 Meter von einer Badebrücke entfernt aus dem relativ flachen Wasser fischte. Ähnliches ereignete sich in jener Zeit bei Cottbus mit einer sowjetischen IL-10 aus den letzten Kriegstagen. Auf der Insel Hiddensee (Vogelschutzgebiet Gellen, nicht für Normalsterbliche zugänglich) liegen heute noch die Reste einer FW-190 in der Düne.
11. Jun 2010 um 12:00
Danke mal wieder für´s reinsetzen, ursi! :yes:
Ich finde es schon erstaunlich, mit wieviel Energie manche Leute nach so langer Zeit noch nach verstorbenen Angehörigen suchen. Ich meine, es sind ja so viele umgekommen in diesem Krieg...
Was meint ihr?
Viele Leute betreiben Ahnenforschung. Es ist doch ganz natürlich, dass man das Schicksal von Menschen, zu denen man eine Bindung hat - selbst wenn man diese nie persönlich kennen gelernt hat - kennen möchte.
Gerade Angehörige. Alles andere Interesse an Geschichte ist doch - in diesem Sinne! - eher unpersönlich und dennoch gehe ich davon aus, dass du historisch interessiert bist...
11. Jun 2010 um 15:36
...dennoch gehe ich davon aus, dass du historisch interessiert bist...

Das ist ja wohl klar. Wäre ich sonst seit Jahren hier?