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Vor 200 Jahren schrieb Madame de Staël ihr Deutschland-Buch. Seither wissen die Franzosen, was sie von ihren Nachbarn zu halten haben.[/b]

Der fulminanten Premiere im Herbst 1810 schien nichts mehr im Wege zu stehen. Das dreibändige Werk lag in den Korrekturfahnen vor, die Zensur hatte nur ein paar geringfügige Einwände. Mit 10.000 Exemplaren sollte das Buch in einer für jene Zeit ungewöhnlich hohen Auflage gedruckt werden. Es hieß [i]De l’Allemagne[/i] (»Über Deutschland«), geschrieben hatte es Germaine de Staël. Doch dann kam alles ganz anders.

Am 25. September erhielt die Autorin den Bescheid des Polizeiministers Jean Marie René Savary, er habe die gesamte Auflage einstampfen lassen und fordere die Verfasserin auf, »binnen drei Tagen Frankreich zu verlassen«. Es traf sie wie ein Schlag.
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