Jul 16
2010
»Nie wieder Rügen«
News in BRD | DDR Noch keine Kommentare »Block V des riesigen Prora-Komplexes wird zur Jugendherberge umgebaut. Einst litten hier die DDR-Bausoldaten. Unser Autor war einer von ihnen.
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"Lebensgefahr! Betreten strengstens verboten" steht auf einer Hinweistafel an einem Gebäude an der Küste in Prora auf Rügen, das zuletzt von NVA-Soldaten genutzt worden war
Das Ding ist ein Monstrum. Ein 4,5 Kilometer langer, sechs Stockwerke hoher Stahlbetonriegel im Osten der Insel Rügen. Gebaut wurde er in den dreißiger Jahren nach Plänen des Architekten Clemens Klotz für die NS-Reiseorganisation Kraft durch Freude (KdF). 20.000 Volksgenossen sollten hier Urlaub machen. Doch das »Seebad Prora« blieb Projekt, der Koloss unvollendet.
Nach dem Krieg bot er der größten Kaserne der DDR Platz. Heute ist er eine Touristenattraktion. Vor allem Jugendliche zieht es nach Prora, es gibt einen Zeltplatz, sommers locken Partys. 2011 soll nun in BlockV die »längste Jugendherberge der Welt am Nordende des weltberühmten KdF-Bads« eröffnet werden. So wirbt das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) für das Bauvorhaben.
Doch Prora hat vor allem eine DDR-Geschichte und Block V eine ganz besondere: Hier waren die Waffenverweigerer der DDR untergebracht, die Bausoldaten. Diese Geschichte wird demnächst womöglich endgültig wegsaniert.
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