Aug 07
2010
Hinter diesen Mauern
News in Ausstellungen | Historische Sehenswürdigkeiten Noch keine Kommentare »Wenn du nicht brav bist, kommst du auf den Asperg!« Damit brachte schon manche schwäbische Mutter ihren renitenten Sprössling zur Räson. Weit über die Landesgrenzen Württembergs hinaus galt die Bergveste bei Ludwigsburg als das politische Gefängnis schlechthin. »Demokratenbuckel«, »Freiheitsgrab« oder »Tränenberg« nannte ihn Volkes Stimme. Zu den Häftlingen gehörten im 18. und 19. Jahrhundert Freiheitskämpfer genauso wie in Ungnade gefallene Günstlinge. Später dann, im 20. Jahrhundert, Opfer und Täter des NS-Regimes, in jüngster Zeit gar noch ein Terrorist der RAF.[/b]
Als Staatskerker diente die Festung vom Anfang des 18. Jahrhunderts an, als Württembergs Herren ihr keine militärische Bedeutung mehr beimaßen. Der bekannteste politische Gefangene der frühen Jahre war der im ganzen Reich populäre Journalist, Dichter und Musiker Christian Friedrich Daniel Schubart, der hier von 1777 an für viele Jahre »Frost, Hunger, Höllenangst« erleiden musste.
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