[b]Als vor genau 65 Jahren die Atombombe auf Hiroshima fiel, war dies der furchtbare Höhepunkt im Leben des Physikers Leó Szilárd. Der in Ungarn geborene Wissenschaftler hatte ihre Entwicklung aus Angst vor den Nazis angestoßen und ihren Einsatz über Japan wie kein anderer bekämpft. [/b]

Die US-Bürger erfuhren aus dem Radio von der Existenz der Atombombe. "Die Kraft, aus der die Sonne ihre Macht bezieht, ist auf diejenigen losgelassen worden, die dem Fernen Osten Krieg brachten. "Mit diesen Worten verkündete der US-Präsident Harry S. Truman am 7. August 1945 der Welt, dass die USA eine Atombombe auf Japan abgeworfen hatten.

Die wenigsten Amerikaner dürften wirklich verstanden haben, was das Ereignis tatsächlich für die Welt bedeuten würde.

Doch einer, der vor den Geräten gesessen und den Nachrichten aus dem Äther gelauscht hatte, wusste es ganz genau. Bis zuletzt hatte Leó Szilárd gehofft, dass es nicht so weit kommen würde. Denn der Kernphysiker fühlte sich mitverantwortlich für die Entwicklung der furchtbarsten Waffe, über die Menschen je verfügt hatten.

Szilárd, und nicht J. Robert Oppenheimer, der Leiter des Manhattan-Projekts, in dessen Rahmen die Bombe entwickelt und gebaut wurde, war der eigentliche Vater der Atombombe. Auf das Engagement des 1898 in Ungarn geborenen Querdenkers Szilárd, lässt sich das ganze Projekt letztlich zurückführen. Und selten dürfte ein Vater seine Kinder so gehasst haben wie Szilárd die Atombomben Little Boy und Fat Man.
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