Aug 26
2010
Taucher bergen 10.000 Jahre altes Skelett
News in Lateinamerika | Altamerikanische Kulturen 5 Kommentare »Zehn Jahrtausende hat der Junge von Chan Hol in seinem nassen Grab gelegen. Jetzt haben Forscher sein Skelett aus einer überfluteten Höhle in Mexiko geborgen - es ist eines der ältesten, die in Amerika gefunden wurden. Es zeigt, dass die Besiedlung des Kontinents wohl anders ablief als gedacht.
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28. Aug 2010 um 11:32
Mir ist die in dem Artikel enthaltene Nachricht nicht ganz klar. So galt doch die Erstbesiedlung Amerikas durch Asiaten nach wie vor als die plausibelste aller Erklärungen, letztendlich sind ja auch die Polynesier, die möglicherweise an der südamerikanischen Küste landeten, ursprünglich aus Asien gekommen. Die Datierung des Skeletts liegt auch innerhalb und nicht außerhalb der gängigen Datierung der Besiedlungswellen Amerikas. Und das die Cenoten (die im Übrigen letztlich "Lichtschächte" eines unterirdischen Flusssystems sind, welches sich in Yucatán befindet) u.a. als Bestattungs- und Opferstätten benutzt wurden, ist auch nichts Neues.
28. Aug 2010 um 12:24
Die entscheidene Info ist beim Spiegel offenbar nicht mit rübergewachsen:
10,000 Year Old Skeleton Removed From Mexican Cave - Science News - redOrbit
"[...] Bones from four extremities, the skull, vertebrae, ribs, and teeth were among the bones that National University of Mexico (UNAM) anthropologists were able to recover, according to a press release dated August 24. Three additional partial skeletons--two female and one male--were also recovered from nearby caves, and in a few months, Young Man of Chan Hol remains will be consolidated and undergo morphoscopical study to see if the features match those other skeletons.
According to UNAM paleo-biology expert Arturo Gonzalez, the quartet of remains "reveal that migrations from Southeast Asia happened earlier than Clovis groups’ ones, who would have crossed from Northern Asia through Bering Strait as well, by the end of the Ice Age."
"Our dating confirmed that skeletons collected in Quintana Roo caves belonged to members of Pre Clovis groups and are part of the few human rests found from the American Terminal Pleistocene, with physical features similar to those of people from Central and South Asia, suggesting there were several migrations to our continent," he also added in the Tuesday press release.
28. Aug 2010 um 12:39
Dass die Küstenwanderung vor der Landwanderung über Bering erfolgte bzw schneller nach Süden führte, ist so neu doch auch nicht.
28. Aug 2010 um 13:40
Der springende Punkt ist der Ausgang der Migration. Ich übersetze mal die letzten beiden Absätze:
"Dem Experten der UNAM für Paläobiologie, Arturo Gonazalez, zufolge, zeige das Quartett der sterblichen Überrreste, "daß Migrationen aus Südostasien früher stattfanden als die der Clovis-Gruppen, die am Ende der Eiszeit auch über die Beringstraße aus Nordasien kamen.
Unsere Datierung bestätigte, daß die in Quintana Roo gefundenen Skelette zu Menschen aus den Prä-Clovis-Gruppen gehörten und die Teil der wenigen menschlichen Überreste aus dem ausgehenden amerikanischen Pleistozän sind, deren physische Charakteristika denen in Mittel- und Südasien ähnlich sind, was nahelegt, daß es mehrere Migrationen in unseren Kontinent gab", fügte er in einer Presseerklärung vom Dienstag hinzu.
28. Aug 2010 um 14:07
Der springende Punkt ist der Ausgang der Migration. Ich übersetze mal die letzten beiden Absätze:
"Dem Experten der UNAM für Paläobiologie, Arturo Gonazalez, zufolge, zeige das Quartett der sterblichen Überrreste, "daß Migrationen aus Südostasien früher stattfanden als die der Clovis-Gruppen, die am Ende der Eiszeit auch über die Beringstraße aus Nordasien kamen.
Unsere Datierung bestätigte, daß die in Quintana Roo gefundenen Skelette zu Menschen aus den Prä-Clovis-Gruppen gehörten und die Teil der wenigen menschlichen Überreste aus dem ausgehenden amerikanischen Pleistozän sind, deren physische Charakteristika denen in Mittel- und Südasien ähnlich sind, was nahelegt, daß es mehrere Migrationen in unseren Kontinent gab", fügte er in einer Presseerklärung vom Dienstag hinzu.
Das hatte ich auch so verstanden. Nur ist die These der Küstenwanderung mit Booten und zu Fuß so neu doch nicht und diese Einwanderer müssen zwangsläufig fischend aus Gebieten weiter im Süden von Asien gekommen sein, da sie die Eisschilde umfahren haben und nicht wie die Chlovis-Leute durch den Korridor im Laurentischen Eisschild vorwärtsjagten.