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Die Funde sind bescheiden, doch für Historiker ein Schatz - letzte Alltagsgegenstände von in Auschwitz ermordeten Häftlingen. Jahrzehntelang war die letzte Habe verschollen. Die Rückkehr ist für die Gedenkstätte wie der erfolgreiche Ausgang einer Schatzsuche.[/b]

Die Taschenuhr, die Piotr Cywinski vorsichtig in der Hand hält, ist verrostet. Trotzdem hat der Direktor der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau Handschuhe angezogen, um die alte Uhr vor Staub- oder Hautpartikeln zu schützen.

Wie der Hornkamm, dem ein paar Zacken abgebrochen sind, wie die Dutzende Löffel und Gabeln, leere Medikamentenflaschen und Zahnbürsten erinnert die Uhr als stummer Zeuge an die mehr als 1,1 Millionen in Auschwitz ermordeten Menschen.
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