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Osnabrück. 1938 entstand in schönster Lage am Haster Berg in Osnabrück ein Heim für die Hitler-Jugend, das Johann-Gossel-Heim. Es hat den Krieg überstanden und dient seit 1949 mit Unterbrechungen als Studentenwohnheim. Dem Studentenwerk ist die braune Vergangenheit des Gebäudes offenbar peinlich – es verschweigt sie in seinem Internetauftritt und spricht schwammig von einem „historischen Gebäude mit seiner wechselvollen Geschichte“.[/b]

Die Erziehung der Jugend im nationalsozialistischen Sinne genoss ab etwa 1937 höchste Priorität. Kein Aufwand erschien zu hoch, um den Jugendorganisationen des Regimes für ihre Zusammenkünfte zu Spiel, Sport und paramilitärischen Übungen ein repräsentatives Haus zu schaffen. Für die nördlichen Stadtteile Osnabrücks suchte man einen Standort am Waldrand des Haster Hohn aus, der vielfältige Naturerkundungen und Geländespiele ermöglichte.
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