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Vor 80 Jahren putschte General Francisco Franco gegen die spanische Republik. Ein dreijähriger, blutiger Bürgerkrieg begann. Der Konflikt prägt Spaniens Politik und Gesellschaft noch heute.[/b]

Keine königliche Ansprache, keine Verurteilung des Militärputsches und der darauf folgenden, fast vierzigjährigen Diktatur, keine Trauerfeier für die 500.000 Toten, die halbe Million Flüchtlinge: Am 18. Juli jährt sich der Beginn des Bürgerkrieges zum 80. Mal. Doch das offizielle Spanien schweigt.

Das liegt nicht daran, dass das Land nach den zweiten Wahlen in sechs Monaten immer noch damit beschäftigt ist, eine neue Regierung zu finden – am Dienstag tritt erstmals das Parlament zusammen: Spanien tut sich mit seiner Vergangenheit schwer, belässt Bürgerkrieg und Diktatur lieber im Ungewissen, statt sich einem zu allen Seiten gleichermaßen kritischen Dialog zu stellen.
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