Mär 17
2005
Wie vom Dämon getrieben
News in Persönlichkeiten in der Neuzeit Noch keine Kommentare »Im Mittelpunkt moderner Geschichtswissenschaft stehen längst nicht mehr die Schlachten und Staatsaktionen der gekrönten Häupter – so möchte man meinen. Spätestens seit der historiografischen Revolution, die mit dem Namen Annales verbunden ist, gelten Biografien nur dann noch als interessant, wenn sie sozial- und mentalitätsgeschichtlich eingebettet sind, das heißt, wenn sie Probleme analysieren, statt bloß – von der Wiege bis zur Bahre – ein Leben zu »erzählen«. In Sachen Napoleon hat dafür bereits 1935 der französische Historiker Georges Lefebvre einen Versuch gewagt, und siebzig Jahre später darf man hoffen, dass die Geschichtsschreibung zu noch subtileren Analysen in der Lage ist.
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