Feb 27
2006
475 Jahre Schmalkaldischer Bund: Protestanten griffen zur Gegenwehr
News in Zeitalter der Glaubensspaltung (1517 - 1648) 1 Kommentar »Am 27. Februar 1531 hat sich der kleine Ort Schmalkalden in die deutschen Geschichtsbücher eingetragen. Am Rande des Thüringer Waldes besiegelten vor 475 Jahren die evangelischen Fürsten unter Führung des Landgrafs Philipp von Hessen ihr Bündnis gegen die übermächtigen Katholiken. Für Historiker gilt dieser Termin nicht nur als entscheidende Festigung des Protestantismus. Das Bündnis hat mit seinem republikanischen Gedankengut auch das Ende des Kaiserreiches eingeläutet.
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27. Feb 2006 um 21:07
Eines im Voraus: ich weiß, daß der Text nicht von Dir stammt, Lukrezia
Am 27. Februar 1531 hat sich der kleine Ort Schmalkalden in die deutschen Geschichtsbücher eingetragen... Für Historiker gilt dieser Termin nicht nur als entscheidende Festigung des Protestantismus. Das Bündnis hat mit seinem republikanischen Gedankengut auch das Ende des Kaiserreiches eingeläutet.
Zwar halte ich die Einschätzung durch die Historiker nicht unbedingt für überzogen, doch mE sollte sie dennoch relativiert werden...
1. Es war immer noch ein Bündnis von Reichsfürsten (der evangelischen zwar, aber dennoch Fürsten), so daß es mit dem republikanischen Gedankengut so eine Sache ist.
2. Zwar führt der Schmalkaldische Bund zunächst (etwa bis 1545) zu einer Festigung des Protestantismus im Reich, auf der anderen Seite aber wird er entscheidend gelämht, als der Protestant Moritz von Sachsen (Herzog von Sachsen aus dem Haus Wettin(Albertiner)) sich auf die Seite des Kaisers stellt und während des Schmalkaldischen Krieges (1546/47) den Bund schließlich verrät ("Judas von Meißen").
Anm. dazu noch: Moritz gewinnt nicht nur die Kurwürde (Kurfürstentum Sachsen; bis dahin bei den thüringischen Wettinern (Ernestiner)), sondern rettet damit sogar kurioserweise den Protestantismus im HRR.