Leptis Magna

TV-Tipp aus Noch keine Kommentare » 20:15 Uhr - ARTE
Die alten Römer machten Leptis Magna zu einem reichen Hochseehafen. Die Faschisten wollten auf den antiken Stadtfundamenten ein neues Kolonialreich gründen. Heute kümmern sich italienische Archäologen um die Überreste der Stadt am libyschen Mittelmeerufer. Die Dokumentation von Baudouin Koenig, Fulvia Alberti und Etienne Jaxel-Truer zeigt, wie sie Leptis Magna vom Sand befreien: die einzige antike Stadt, in der sich Amphitheater und Forum, Villen, Triumphbögen und viele Tempel erhalten haben.

Leptis Magna ist der Traum von Rom in Afrika. Kaiser Septimius Severus führt ihn zum Höhepunkt. Nach wenigen Generationen aber versandet der Hafen, der Deich bricht. Der Plan zu einem zweiten Forum wird verworfen. Hat ein Erdbeben den Untergang eingeleitet? Der Ingenieur Andrea Giannantoni aus Rom ist verblüfft von den Kenntnissen der antiken Architekten. Dank ihrer Kuppelkonstruktion hielten die Thermen allen Erdbeben stand. Haben also die Vandalen die Stadt überrannt?
Die Dokumentation fragt die Wissenschaftler nach Gründen für den Niedergang. In 3D-Animationen erwecken die Archäologen das afrikanische Rom zu neuem Leben und nehmen den Zuschauer mit auf einen letzten, virtuellen Spaziergang durch die Hafenmetropole. Leptis Magna war ein kurzer Traum, der bis heute nachhält. Ein Traum vom völkerverbindenden Mittelmeer.
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Die letzten Römer

TV-Tipp aus Noch keine Kommentare » 21:05 Uhr - ARTE
Nicht weit entfernt von der türkischen Touristenhochburg Antalya befindet sich die archäologische Ausgrabungsstätte Sagalassos. Die Überreste der im sechsten Jahrhundert von den Römern aufgegebenen Stadt sind erstaunlich gut erhalten und bieten den Forschern aufschlussreiche Einblicke in die Lebensweise der Menschen der Antike.

In circa 1.500 Metern Höhe, im Taurusgebirge Anatoliens unweit des heutigen Ortes Aglasun in der türkischen Provinz Burdur, liegt die beeindruckende archäologische Fundstätte Sagalassos. Die antike Stadt wurde im Jahr 333 vor Christus von Alexander dem Großen auf seinem Weg nach Persien erobert und zählte zu den wohlhabendsten Städten der kleinasiatischen Region Pisidien. Die Ruinen der erst Ende des 20. Jahrhunderts entdeckten Stadt - mittlerweile beliebtes Ziel von der Touristenhochburg Antalya aus - umfassen Forum, Theater, Tempel, Bibliothek, Thermen, Odeum und Kirchen.
Durch die Jahrhunderte von Plünderungen verschont geblieben, erzählen die gut erhaltenen Fundstücke von den "letzten Römern". Seit Beginn der Ausgrabungen fragen sich die Wissenschaftler der Katholischen Universität Loewen/Belgien, wer diese "letzten Römer" waren, wie sie lebten und vor allem, warum sie ihre Stadt verließen? Auf diese Fragen gibt es viele mögliche Antworten, unter anderem soll es mehrere Erdbeben und Epidemien gegeben haben. Archäologen versuchen nachzuvollziehen, wie die Stadt einst aussah, wie in der antiken Blütezeit Gesellschaft, Politik und Religion strukturiert waren, und wie Landwirtschaft, Gewerbe und Handel funktionierten.
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(C) Daniel Oswald