Räuberbanden im Mittelmeer

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Wer entfachte den Seevölkersturm, wie kam es zur Schlacht um Troja? Ein Archäologe glaubt zu wissen, wer am Ende der Bronzezeit Weltgeschichte schrieb: Er meint, es waren die Luwier.[/b]

Der Sturm, der über die Ägäis und den östlichen Mittelmeerraum hinwegfegte, hinterließ das Bild einer epochalen Zerstörung. Er legte Knossos auf Kreta in Schutt und Asche und das kleinasiatische Milet ebenfalls. In Griechenland fielen ihm die Paläste des mächtigen Mykene zum Opfer.
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70 Jahre CARE-Paket: Ankunft der ersten Hilfslieferungen

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Bonn (ots) - Es jährt sich der Beginn einer der größten humanitären Hilfsoperationen: Am 9. Mai 1946, vor genau 70 Jahren, erreichten die ersten CARE-Pakete aus den USA das europäische Festland. Von Le Havre aus wurden sie zunächst in Frankreich verteilt. Am 15. Juli 1946 kam dann die erste Fracht in Deutschland an. [/b]
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Münzschatz in Felsspalte der Sächsischen Schweiz entdeckt

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Dresden. Ein Bergsteiger hat in der vergangenen Woche in der Sächsischen Schweiz ein Versteck mit 800 bis 1 000 historischen Silbermünzen gefunden.[/b]
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Forscher untersuchen ältestes Babygrab Deutschlands

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In der mittleren Steinzeit lebten die Menschen im heutigen Mitteleuropa als Nomaden. Ihre Toten begruben sie dort, wo sie gerade Rast machten. Die Entdeckung auf einem Hügel in der brandenburgischen Uckermark von Dutzenden Skeletten, darunter dem eines Babys, war darum eine Sensation. Forscher an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin untersuchen jetzt den Fund.[/b]
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Äthiopiens Kaiser Haile Selassie flieht ins Exil

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Noch heute verehren Jamaikas Rastafaris den letzten äthiopischen Kaiser Haile Selassie als "schwarzen Messias". Am 2. Mai 1936 floh er vor den anrückenden italienischen Truppen des faschistischen Diktators Mussolini ins britische Exil.[/b]

13. September 1935: Der äthiopische Kaiser Haile Selassie warnt vor einem Angriff des faschistischen Italien und appelliert an den Völkerbund, seinem Land beizustehen. Aber obwohl Abessinien, wie Äthiopien damals noch heißt, Mitglied des Völkerbundes ist, reagiert die Gemeinschaft auf den Hilferuf nicht. Gut zwei Wochen später überfällt das von Mussolini geführte Italien Abessinien tatsächlich.
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Historiker entdecken schriftlose Quellen

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Lange Zeit konzentrierte sich die Geschichtswissenschaft auf schriftliche Überlieferungen und vernachlässigte dabei einen großen Fundus: die nicht-schriftlichen Quellen. Dabei können sie viel verraten - etwa über Traditionen, Wanderbewegungen und Beziehungen. Auf einer Tagung in Paris erörterten Wissenschaftler die vielen Möglichkeiten.[/b]
Von Suzanne Krause

Der deutsche Philosoph und Kulturkritiker Walter Benjamin wurde bei der Tagung in Paris mit einem mittlerweile geflügelten Wort mehrfach zitiert: Geschichte, die niedergeschrieben wurde, sei zumeist die Geschichte der Sieger. Mehr und mehr jedoch wollen Wissenschaftler die Historie globaler beleuchten, mittels Sachquellen, also nicht-schriftlichen Quellen. Ein Paradigmenwechsel: lange Zeit galt nur als Geschichte, was schriftlich überliefert wurde, sagt Lisa Regazzoni. .
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Armenierfrage: Wir brauchen keine Historiker-Kommission

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Der 24. April bedeutet für viele Türken und Armenier Stress. Er konfrontiert sie mit der Frage, was mit den Armeniern in Anatolien während des Ersten Weltkriegs passiert ist. Beide Seiten scheinen sich in der Frage der Bezeichnung verrannt zu haben. Einen Ausweg gäbe es aber.[/b]

Von: İsmail Kul, 24. April 2016

Wäre der Historiker İlber Ortaylı auch international so anerkannt und bewundert wie in der Türkei, hätten die Türken dem April eines jeden Jahres noch entspannter entgegenblicken können. Ortaylı, der 16 Sprachen beherrscht, in der Türkei durch seine Bücher und Fernsehauftritte bekannt ist und für die einen nur so vor Selbstvertrauen strotzt, für die anderen ein wenig arrogant daherkommt, war vergangene Woche zu einer Konferenz des Vereins “Üç beş kişi” in München eingeladen. Dabei wurde er auch zum Völkermord an den Armeniern befragt.
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Archäologen finden Belege für Seefahrt in der Altsteinzeit

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Erreichten Frühmenschen wie Homo erectus Europa auf dem Seeweg? Das galt lange als unmöglich. Neue Funde auf Kreta stellen jetzt geltende Theorien infrage.[/b]

Von Esther Widmann

Archäologische Funde aus der frühen Steinzeit auf Kreta stellen womöglich die bisherige Besiedlungsgeschichte Europas infrage. Lange Zeit gingen Forscher davon aus, dass die Insel, auf der die erste europäische Hochkultur entstand, erst um etwa 6000 vor Christus besiedelt wurde. Doch ein Langzeitprojekt um die Spezialisten Curtis Runnels von der Boston University und Thomas Strasser vom Providence College kommt zu neuen Ergebnissen. Bei Ausgrabungen an der Südküste Kretas entdeckten die Archäologen Steinwerkzeuge aus der Mittelsteinzeit und der Altsteinzeit, die mehr als 130 000 Jahre alt sind. Zahlreiche Thesen über den Mittelmeerraum und die Menschheitsgeschichte müssten damit umformuliert werden, glauben die Wissenschaftler.
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Wo der Kult beginnt

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Schimpansen zeigen Rituale, deren Sinn sich Wissenschaftlern noch nicht erschließt.
Manche werfen mit Steinen auf Bäume, andere zeigen "Regen-" oder "Wasserfall-Tänze".
Einige Forscher halten dies für mögliche Hinweise auf den Ursprung von Religiosität.

Für die meisten Strenggläubigen ist klar: Überirdische Wesen sind in der Vergangenheit auf die eine oder andere Weise in Kontakt mit Menschen getreten, haben sich als Götter offenbart oder - wie viele Mythen besagen - ins Weltgeschehen eingegriffen.

Die alternative Erklärung ist: Religiosität hat sich im Rahmen der Evolution des Menschen entwickelt. Nicht Götter haben den Menschen erschaffen, sondern es war umgekehrt. Irgendwann sind demnach unsere Vorfahren auf die Idee gekommen, dass hinter unbegreiflichen Vorgängen göttliche Mächte stecken. Spätestens seit der Steinzeit vor etwa 120 000 Jahren sprechen jedenfalls Grabbeilagen sowohl bei Neandertalern als auch beim Homo sapiens immerhin für Bestattungsrituale.

Die Ursprünge der Religiosität könnten allerdings auch sehr viel früher in der Evolution liegen - vielleicht sogar vor dem Auftreten der ersten Menschen. Spektakuläre Beobachtungen frei lebender Schimpansen deuten darauf hin, dass unsere nächsten Verwandten bereits Rituale kennen, die zumindest an mehr oder weniger religiös motivierte menschliche Verhaltensweisen erinnern.
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DDR-Reichsbahn beschäftigte Hunderte Zwangsarbeiter

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Es ist ein düsteres Kapitel in der DDR-Geschichte: Eine Studie der Deutschen Bahn zeigt, wie Häftlinge zur Arbeit für den Staat ausgebeutet wurden.[/b]

Sie mussten Gleise bauen und Güterwagen ausbessern, arbeiteten mit bloßen Händen und trugen keine Schutzkleidung: Etwa 500 Strafgefangene haben im Jahresdurchschnitt für die Reichsbahn der DDR Zwangsarbeit geleistet. Das geht aus einer Studie hervor, die Bahn-Chef Rüdiger Grube gemeinsam mit Historikern in Berlin vorgestellt hat. Menschen seien unter teilweise haarsträubenden Bedingungen ausgebeutet worden, um die Planvorgaben zu erfüllen, sagte Grube. "Dies ist ein Unrecht, das von uns, der heutigen Deutsche Bahn AG, benannt und nicht vergessen wird."
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Tschernobyl: Die unerzählte Geschichte vom Ende des Kalten Krieges

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Hat Tschernobyl den Atomkrieg verhindert? Kaum einer weiß: Der Super-GAU verstrahlte auch das Raketenspähsystem Duga 1. Die Sowjets verloren eine ihrer stärksten Waffen. [/b]
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Antikes Massengrab in Athen: Sind es hingerichtete Putschisten?

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80 Männer, die Hände gefesselt und gleichzeitig beerdigt: Archäologen vermuten, dass es sich um Anhänger des Olympia-Siegers Kylon handeln könnte, der im 7. Jahrhundert vor Christus die Macht an sich reißen wollte.


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80 Männer, viele von ihnen mit gefesselten Händen: Archäologen haben in Athen ein Massengrab aus dem 7. Jahrhundert vor Christus entdeckt. (Foto: AFP)

In Paleo Faliro, dem am Meer liegenden Stadtteil von Athen, sollen eine neue Nationalbibliothek und eine Nationaloper gebaut werden. Wie immer, wenn auf einer Baustelle Zeugnisse vergangener Zeiten auftauchen, sind aber erstmal die Archäologen dran: Schon mehr als 1500 Gräber aus dem achten bis fünften vorchristlichen Jahrhundert haben sie auf dem Gelände ausgegraben, die von einer Vielzahl unterschiedlicher Bestattungsriten zeugen. Aber in den vergangenen Wochen machten sie einen überraschenden Fund: Die Archäologen legten insgesamt 80 männliche Skelette frei, säuberlich aufgereiht nebeneinander - ein Massengrab (auf diesem Bild gut zu erkennen). Aber offensichtlich handelt es sich nicht um eines von Opfern einer Krankheitsepidemie oder im Kampf für ihre Heimatstadt getötete Krieger. Vielen der Toten waren die Hände mit eisernen Fesseln zusammengebunden, einem die Füße - als seien sie hingerichtet worden.

Nur zwei kleine Keramikgefäße, genutzt für Libationen, also rituelle Ausgüsse für die Toten, lagen in der Grube. Anhand der Bemalung lassen sie sich recht genau datieren und geben so einen plausiblen Anhaltspunkt, wann die Männer bestattet wurden: Die Gefäße stammen aus dem dritten Viertel des siebten Jahrhunderts vor Christus - also aus den Jahren 650 bis 625.
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In Shakespeares Grab könnte der Schädel fehlen

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Archäologen haben die mutmaßlich letzte Ruhestätte von Englands berühmtestem Dichter untersucht - und glauben, dass dort kein Schädel liegt.[/b]

400 Jahre nach Shakespeares Tod wollen Archäologen eine makabre Entdeckung gemacht haben: Im Grab des berühmtesten englischen Dichters (1564-1616) soll der Schädel fehlen. Eine alte Geschichte, nach der sich Grabräuber bereits 1794 des berühmten Kopfes bemächtigt haben, könnte demnach wahr sein.
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Uni Salzburg entzieht Konrad Lorenz die Ehrendoktorwürde

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Seine wissenschaftliche Lebensarbeit habe „im Dienste nationalsozialistischen Denkens“ gestanden. Mit dieser Begründung entzog die Uni Salzburg jetzt postum dem Nobelpreisträger Konrad Lorenz die Ehrendoktorwürde.[/b]

Die Universität Salzburg hat dem österreichischen Verhaltensforscher und Nobelpreisträger Konrad Lorenz posthum die Ehrendoktorwürde aberkannt. Die Universität begründet den Entzug mit dessen Aufnahmegesuch an die NSDAP aus dem Jahr 1938. Seine „ganze wissenschaftliche Lebensarbeit“ stehe „im Dienste nationalsozialistischen Denkens“, schreibt Lorenz in dem Antrag. Er habe „erfolgreiche Werbetätigkeit entfaltet“ und Studenten zum „Nationalsozialismus bekehrt“. Daneben stützt sich die Aberkennung auf eine Publikation von 1940, in der sich Lorenz für Ausmerzung und Auslese aus rassenhygienischen Gründen ausspricht. Neben Lorenz wurde auch dem deutschen Juristen und früheren SS-Obersturmführer Wolfgang Hefermehl die Ehrendoktorwürde aberkannt.
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"Wir sind getrennt für alle Zeiten"

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Manfred Smolka wurde 1960 in der DDR hingerichtet. Bis heute kämpft sein Bruder um Gerechtigkeit für ihn. [/b]

Vor einigen Wochen hat Roland Smolka einen Brief gefunden, der die Wahrheit ans Licht bringe, sagt er, einen Brief aus dem Jahr 1960, geschrieben von seinem Bruder Manfred aus der Haftanstalt Erfurt.

Roland Smolka ist 73 Jahre alt, sein älterer Bruder Manfred wurde nicht einmal 30. Er starb im Sommer 1960 unter einem Fallbeil in Leipzig. Hingerichtet vom SED-Regime.

Seinen Brief, der nie ankam, hatten Mitarbeiter der Staatssicherheit abgefangen. Jahrzehntelang lag er irgendwo verborgen im Stasi-Archiv, nun liegt er vor Roland Smolka auf dem Tisch.
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Versteckte Anmerkungen in Englands ältester gedruckter Bibel

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Fast 500 Jahre lang blieben sie verborgen, jetzt haben Forscher sie mit Hilfe moderner Fototechnik aufgedeckt: In einer 1535 unter König Heinrich VIII. gedruckten lateinischen Bibel haben Forscher versteckte Anmerkungen entdeckt. Das Spannende daran: Die Anmerkungen entstammen der von Heinrichs Berater Thomas Cromwell in Auftrag gegebenen "Great Bible", der ersten autorisierten Übersetzung vom Lateinischen ins Englische, und spiegeln damit den Übergang Englands vom Katholizismus zur Reformation wider.

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Ausschnitt der Bibelseite mit den handschriftlichen Anmerkungen. (Lambeth Palace Library)

Die im Lambeth House in London aufbewahrte lateinische Bibel gehörte einst dem englischen König Henry VIII., dem Herrscher, der sich 1534 von der katholischen Kirche lossagte und in seinem Land die anglikanische Kirche einführte.

"Wir wussten so gut wie nichts über diese einzigartige Bibel", berichtet Eyal Poleg von der Queen Mary University of London. "Zuerst erschien dieser Bibeldruck völlig sauber, aber bei näherer Untersuchung bemerkte ich, dass ein dickes Papier über einige leere Stellen im Buch geklebt worden war." Diese Überklebungen ließen sich jedoch nicht entfernen, ohne das kostbare Buch zu beschädigen.
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Archäologe: Krieg muss es nicht geben!

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Wir, die Menschen, sind eigentlich kooperative, friedliebende Wesen, und Kriege können auch wieder abgeschafft werden. Eine eher überraschende These – aber der Archäologe Harald Meller kann sie gut begründen.[/b]

"Der Frieden ist eigentlich der Naturzustand." In Zeiten, in denen Millionen Menschen vor Krieg und Vertreibung nach Europa flüchten, ist diese These ungewöhnlich. Der Direktor des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Harald Meller, begründet sie historisch. Krieg gebe es erst seit etwa 10.000 vor Christus, sagte er im Deutschlandradio Kultur. Er kommt mit der Ausbildung des Ackerbauerntums und der ersten Bevölkerungsexplosion auf.
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Seltene römische Goldmünze in Israel entdeckt

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Tel Aviv (dpa) - Eine seltene römische Goldmünze ist von einer Wanderin im Nordosten Israels gefunden worden.


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"Diese Münze, geprägt 107 nach Christus in Rom, ist weltweit sehr selten", sagte IAA-Münzexperte Danny Syon.
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Das Geheimnis um die Unterwasser-Hügel vom Bodensee

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Thurgauer Archäologen präsentieren neue Erkenntnisse zu den Hügeln unter Wasser am Südufer des Sees. Aber das Rätsel um die mysteriösen Steinhaufen ist noch nicht gelöst.


[IMG]http://static6.suedkurier.de/storage/scl/xmlios_import/region/kreis-konstanz/konstanz/10599038_w720h480q75v12422_2.jpg?version=1457586550[/IMG]Rätselhafter Steinhaufen: Die Vermessung durch Taucher hat gezeigt, dass die Baukörper relativ groß sind. Ein Hügel von 20 mal 15 Meter umfasst nach Angaben der Thurgauer Archäologen mehrere hundert Kubikmeter Steine. |

Nach aufwändiger Neuvermessung des Bodensees präsentierte das Institut für Seenforschung Langenargen im vergangenen Jahr viele neue Erkenntnisse und spektakuläre Bilder.

Insbesondere eine hochauflösende Aufnahme der 16 Kilometer langen Obersee-Linie zwischen Romanshorn und Bottighofen erregte seinerzeit die Aufmerksamkeit des Thurgauer Amts für Archäologie. Das Bild zeigt eine Hügelkette in der Flachwasserzone, etwa 300 Meter vom Ufer entfernt. Wie Perlen auf eine Schnur gezogen. Rasch war das Wort von Stonehenge am Bodensee geprägt. Seither sind die Schweizer Archäologen dem Phänomen auf der Spur.
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Morden im Namen der Wissenschaft

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In unvorstellbar grausamen Experimenten töteten und quälten Ärzte im "Dritten Reich" unter dem Deckmantel der Forschung. Medizinische Institute leugneten ihre dunkle Vergangenheit - über viele Jahrzehnte. Von Yvonne Schymura[/b]

Im Keller des Straßburger Instituts für Anatomie stehen große gekachelte Becken. Mit ihren Abdeckungen wirken sie wie riesige Gefriertruhen. Doch werden darin Leichen präpariert - heute wie vor 70 Jahren. Allerdings mit einem entscheidenden Unterschied.

Ab Oktober 1941 leitete der Anatom und Medizinprofessor August Hirt die "Reichsuniversität Straßburg". Anders als heutige Mediziner wartete Hirt jedoch nicht auf das Eintreffen der Körper etwa durch Krankheit oder Unfälle Verstorbener - er gab die Toten direkt in Auftrag: Im nahe gelegenen KZ Natzweiler ließ Hirt jüdische Männer und Frauen vergasen, um an ihre Knochen zu kommen.

Seit Hirt 1944 aus dem befreiten Straßburg floh und die Überreste der 86 Ermordeten aus dem Präparierbecken geborgen und bestattet wurden, kursieren Gerüchte um das Institut. In den Vitrinen und Schränken der medizinischen Sammlung sollen noch immer Proben jüdischer Häftlinge stehen. Zwischen den Gläsern mit Gliedmaßen, Schädeln und fehlgebildeten Föten will ein früheres Institutsmitglied sie gesehen haben, vor 40 Jahren. Der französische Medizinjournalist und Arzt Michel Cymes ging den Gerüchten nach.
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"Nazis zählen reicht nicht"

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Seit zehn Jahren durchleuchten Kommissionen die NS-Vergangenheit deutscher Ministerien und Behörden. Nun gibt es einen Zwischenbericht: Was hat die Forschung erbracht? Fragen an den Historiker Martin Sabrow von Christian Staas.

DIE ZEIT:[/b] Das Auswärtige Amt machte 2006 den Anfang. Seither untersuchen Historikerkommissionen eine Bundesbehörde nach der anderen. Erstaunlich: Wir Deutschen, die wir unsere Vergangenheit angeblich so wunderbar aufgearbeitet haben, wissen noch immer nicht recht, was die wichtigsten Staatsinstitutionen in der NS-Zeit getan haben und wie ihre Nachfolger damit umgingen?

[b]Martin Sabrow:[/b] Ausgerechnet Otto Schily erklärte noch 2005 als Innenminister, dass Bundesministerien grundsätzlich "keine nationalsozialistische Vergangenheit" hätten, die der "Aufarbeitung" bedürften. Das Gegenteil ist der Fall. Erkenntnisbedarf besteht vor allem bei der Frage nach den personellen Kontinuitäten. Die war lange Zeit tabu. Konrad Adenauer sprach verächtlich von "Nazi-Riecherei".

[b]ZEIT:[/b] Seit zehn Jahren nun dreht sich alles um Personalakten. Mehr als 100 Zeithistoriker waren und sind in bisher 16 Kommissionen und Forschungsprojekten tätig. Jetzt hat die Bundesregierung eine Bestandsaufnahme angefordert. Sie sind einer der Herausgeber. Was sind die wichtigsten Ergebnisse?
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Diese Erde mit all ihren Toten

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Verdun – das ist der Erste Weltkrieg in einem Wort. Mit der neu eröffneten Gedenkstätte am Ort nimmt man zum 100. Jahrestag der Schlacht Abschied von den alten nationalen Erzählungen.[/b]

Die Fakten kann man wissen. Unergründlich ist das Leid.
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Ältester Friedhof Deutschlands entdeckt

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Archäologen haben in der Uckermark einen mehr als 8.000 Jahre alten Friedhof freigelegt. Besonders interessieren sich die Forscher für ein bisher einzigartiges Babygrab.


[IMG]http://www.zeit.de/wissen/geschichte/2016-02/aeltester-friedhof-gross-fredenwalde-berlin/bitblt-820x461-a3e51d71c8dda868e84c15b7e77b675bec3f935b/wide[/IMG]Archäologen haben in Brandenburg eine mehr als 8.000 Jahre alte Grabstätte mit dem ältesten bisher bekannten Babygrab Mitteleuropas entdeckt.

Archäologen haben nördlich von Berlin den ältesten bisher bekannten Friedhof Deutschlands entdeckt. Das Gräberfeld wurde um 6.400 vor Christi angelegt. In jener Zeit trafen auf damals dort noch heimische Jäger und Sammler erste Bauern.

Bei den erneuten Ausgrabungen entdeckten die Wissenschaftler einen Schädel und durcheinander liegende Knochen. "Der Tote war aufrecht bestattet worden und fiel später zusammen", sagt Thomas Terberger vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege. Das Grab war wohl eine Weile offen geblieben und erst als der Oberkörper zusammengefallen war, hatte man es mit Erde versiegelt und darauf ein Feuer entzündet. Es gebe keine vergleichbaren Funde aus jener Zeit.

Außerdem legten die Archäologen ein Babygrab frei.
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Runter mit dem Schleier!

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Britische Kolonialherren forderten um 1900 die Befreiung ägyptischer und indischer Frauen. Zu Hause zeigten sie im Kampf gegen das Frauenwahlrecht ihr wahres Gesicht.[/b]

Die indische Feministin Gayatri Spivak hat nur Spott übrig für die vermeintlichen Frauenrechtler des britischen Kolonialreichs: "Weiße Männer beschützen braune Frauen vor braunen Männern", schrieb sie vor einigen Jahren.
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Folgenreiche Techtelmechtel vor 100 000 Jahren

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Moderne Menschen wanderten offenbar viel früher als bisher angenommen aus Afrika aus – und hinterließen dabei Spuren im Erbgut der Neandertaler.[/b]

Wanderfreudig und intimen Begegnungen mit Fremden zumindest nicht abgeneigt – so könnten die Forscher um Svante Pääbo vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie (EVA) in Leipzig ihre Erbgut-Analysen zur Frühgeschichte der Menschheit und ihrer nächsten Verwandten zusammenfassen. Als die modernen Menschen ihre Wiege, die vor 200 000 Jahren in Afrika stand, vor etwa 65 000 Jahren verließen, trafen sie irgendwo in Eurasien Neandertaler. Bei solchen Begegnungen wurde bisweilen auch mehr als ein bloßes Hallo gewechselt.
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(C) Daniel Oswald