Archäologen finden Beweise für legendäre Flut in China

News in Indien | Ferner Osten 2 Kommentare »
[b]
Eine Legende berichtet von einer gewaltigen Überschwemmung, die China vor 4000 Jahren heimsuchte. Nun wird klar: An dem Gründungsmythos der Kaiserzeit ist etwas dran.[/b]
Von Christoph Behrens

Am Oberlauf des Gelben Flusses gab es vor etwa 3900 Jahren eine gewaltige Überschwemmung, die zeitlich den Beginn der ersten Kaiserdynastie in China markieren könnte. Es handelte sich vermutlich um eine der verheerendsten Fluten, die der moderne Mensch je erlebt hat. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher um den Archäologen Qinglong Wu von der Peking University im Fachblatt Science.

Bereits die ersten schriftlichen Quellen Chinas berichten von einer Überschwemmung, die mehrere Jahre angedauert haben soll. Den Überlieferungen zufolge zähmte erst der legendäre Herrscher Yu der Große die Fluten, indem er geordnete Kanäle für das Wasser anlegen ließ. Yu wurde dank seiner Verve zum Begründer der ersten Kaiserdynastie Xia, mithin des chinesischen Zentralstaats. Doch bislang fehlten schlagende Beweise für die Naturkatastrophe, manche sahen darin eher eine frühe Propaganda des Kaisertums.
Weiterlesen »

Der erste Staat des Westens

News in Sonstiges im Altertum 6 Kommentare »

Sie waren gut organisiert und Frauen spielten bei ihnen eine wichtige Rolle. Woher aber kamen die Menschen der rätselhaften El-Argar-Kultur?

Von Ulf von Rauchhaupt
[IMG]http://media1.faz.net/ppmedia/aktuell/450827924/1.4364355/article_multimedia_overview/wehrhaft-wie-troja.jpg[/IMG]
Wehrhaft wie Troja: Rekonstruktion des argarischen urbanen Zentrums „La Bastida“

Um das Jahr 2200 v. Chr. entglitt den letzten Pharaonen der sechsten Dynastie die Herrschaft über Ägypten. Etwa zur gleichen Zeit ging in Mesopotamien mit dem Reich von Akkad das erste Imperium der Geschichte unter. Und an den Dardanellen brannte Troja II, die Stadt, die später Heinrich Schliemann irrtümlich für das Troja Homers hielt. Man weiß nicht genau, was diese Krise in der Welt der frühen Bronzezeit ausgelöst hat, ob es überhaupt einen gemeinsamen Faktor gab, einen klimatischen etwa. Und vielleicht war es auch wirklich nur ein Zufall, dass just zu dieser Zeit am anderen Ende des Mittelmeerraums das erste Staatswesen Westeuropas entstand.
Weiterlesen »

Süße Spur: Vögel helfen Menschen bei der Honigsuche Wissenschaft

News in Afrika 6 Kommentare »
[b]
Den Honig für den einen, die Wachswaben für den anderen: Auf der Honigsuche kann es in Afrika zwischen Menschen und Wildvögeln zu ungewöhnlichem Teamwork kommen.[/b]

In Mosambik führt der Große Honiganzeiger, ein rund 20 Zentimeter langer Spechtvogel, Honigjäger durch trillernden Gesang und auffälliges Flugverhalten zu versteckten Bienenstöcken. Die Vögel fliegen auf bestimmte Lockrufe der Jäger hin sogar bewusst zu ihnen. Hintergrund: Honiganzeiger lieben Bienenwachs, kommen an die Waben jedoch nur heran, wenn Menschen diese aufgebrochen haben. Ein Forscherteam um Claire Spottiswoode von der britischen University of Cambridge hat nun berechnet, wie stark die Menschen von der Zusammenarbeit profitieren.
Weiterlesen »

"Wer sich an den Kolonialismus erinnerte, hat ihn verklärt"

News in Die großen Kolonialreiche 13 Kommentare »
[b]
Vor mehr als 100 Jahren töteten deutsche Siedler 100.000 Herero. Man prahlte damit und doch wurde der Völkermord vergessen. Warum, erklärt Historiker Jürgen Zimmerer.
Interview: Alina Schadwinkel.[/b]

Gnadenlos hatten deutsche Truppen den Widerstand der Herero und Nama unterdrückt. Zwischen 1904 und 1908 töteten die kaiserlichen Streitkräfte gezielt bis zu 80.000 Menschen in Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia. Erst jetzt hat die Bundesregierung in einem offiziellen Dokument eingestanden: Der Vernichtungskrieg war ein Völkermord.

[b]ZEIT ONLINE:[/b] Warum fällt es den Deutschen so schwer, mit der eigenen Geschichte umzugehen, selbst nach Eingeständnis des Holocaust?

[b]Jürgen Zimmerer:[/b] Es gibt gewissermaßen eine koloniale Amnesie: Deutschland war nur vergleichsweise kurz Kolonialmacht. Die Gebiete in Afrika gingen sehr früh verloren, die Verbrechen des Dritten Reiches haben die Erinnerungen daran überlagert. Nach 1945 scheint die Aufarbeitung des Holocaust alle Energie gebunden zu haben. Wer sich an den Kolonialismus überhaupt erinnerte, hat ihn oftmals verklärt.

[b]ZEIT ONLINE:[/b] Inwiefern?

[b]Zimmerer:[/b] Die Deutschen denken bei Kolonialisierung an den guten "weißen" Doktor im Urwald, der Medizin verteilt, oder den Missionar, der armen Mädchen im Baströckchen die "Zivilisation" bringt. Oder sie romantisieren die Siedler als Pioniere, die Straßen und Brücken gebaut haben. Der Tourismus in Namibia profitiert noch heute von dieser Vorstellung. Dabei wird ausgeblendet, auf welch rassistischer Grundlage dies geschah und wie viele Opfer es dafür auf afrikanischer Seite gab.
Weiterlesen »

Der lange Schatten von Bürgerkrieg und Diktatur

News in Südeuropa | Mittelmeerraum Noch keine Kommentare »
[b]
Vor 80 Jahren putschte General Francisco Franco gegen die spanische Republik. Ein dreijähriger, blutiger Bürgerkrieg begann. Der Konflikt prägt Spaniens Politik und Gesellschaft noch heute.[/b]

Keine königliche Ansprache, keine Verurteilung des Militärputsches und der darauf folgenden, fast vierzigjährigen Diktatur, keine Trauerfeier für die 500.000 Toten, die halbe Million Flüchtlinge: Am 18. Juli jährt sich der Beginn des Bürgerkrieges zum 80. Mal. Doch das offizielle Spanien schweigt.

Das liegt nicht daran, dass das Land nach den zweiten Wahlen in sechs Monaten immer noch damit beschäftigt ist, eine neue Regierung zu finden – am Dienstag tritt erstmals das Parlament zusammen: Spanien tut sich mit seiner Vergangenheit schwer, belässt Bürgerkrieg und Diktatur lieber im Ungewissen, statt sich einem zu allen Seiten gleichermaßen kritischen Dialog zu stellen.
Weiterlesen »

7000 Jahre alte Reste eines Steinzeitdorfes entdeckt

News in Archäologie Noch keine Kommentare »

Zwischen Jena und Bürgel stoßen Archäologen auf Relikte einer Kultur von Ackerbauern und Viehzüchtern.



[IMG]http://media101.zgt.de.cdn.thueringer-allgemeine.de/content/80/25/91/5I/8025915ITOMV4DB_V4VQJIFGRQZQMSLABTUUIX511072016200/D0R0005624453.JPG[/IMG]
Grabungstechniker Thomas Queck präsentiert hier einen der schönsten Funde bisher: ein Steinbeil aus dem 6. Jahrtausend vor Christus. Foto: Wolfgang Hirsch

Bürgel. Mühsam quält sich die Fahrzeugschlange durch die lange Baustelle zwischen Jena und Bürgel. Einspurige Verkehrsführung kurz hinter Rodigast, die B 7 wird erneuert. Für die vermeintlichen Tiefbauarbeiter haben die Autofahrer kaum ei*nen Blick. Doch handelt es sich um ein Team des Thüringer Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie, das per Rettungsgrabung früheste Relikte abendländischer Zivilisation aus dem Boden birgt. Jungsteinzeit, die sogenannte Linienbandkeramik-Kultur. Die Ersten, die sesshaft wurden. Ausgerechnet sie verzögern den Straßenbau nun um etwa acht Wochen.
Weiterlesen »

Morbus K - Eine erfundene Krankheit rettete Juden vor dem KZ

News in Der Zweite Weltkrieg 1 Kommentar »
[b]
"Hustet, hustet": Das soll Doktor Borromeo 1943 zu den Juden gesagt haben, die sich im katholischen Fatebenefratelli-Krankenhaus in Rom versteckt hielten. Um seine vermeintlichen Patienten vor den Nazitruppen zu schützen, erfand der Arzt eine sehr gefährliche, sehr ansteckende Krankheit: Morbus K. Der Plan ging auf. Von Jan-Christoph Kitzler.[/b]

Spätestens seit Anfang September 1943 mit der deutschen Besatzung herrschte in Rom der Ausnahmezustand. Doch für die römischen Juden ist vor allem der 16. Oktober als Schicksalstag im Gedächtnis. Früh am Morgen begannen Nazitruppen mit der Razzia: Überall in der Stadt wurden Juden festgenommen für die Deportation, vor allem im Getto, wo die meisten lebten. Die Familie von Gabriele Sonnino war da schon untergetaucht, aber längst noch nicht in Sicherheit:
Weiterlesen »

Ein deutscher Vernichtungskrieg

News in Das Deutsche Kaiserreich 9 Kommentare »
Schlacht von Königgrätz
[b]
Vor 150 Jahren siegte Preußen in der Schlacht von Königgrätz über Österreich – ein epochales Ereignis, das Europa verändert hat.
Von Hilmar Sack.[/b]

Zeitgenossen fühlten sich an Waterloo erinnert: Als sich am 3. Juli 1866 der Pulverdampf nahe dem nordböhmischen Königgrätz, dem heutigen Hradec Králové, legt, ist nicht nur eine blutige Schlacht geschlagen; fast 8.000 Tote und 14.000 Verletzte blieben zurück. Der deutsch-deutsche Krieg hat mit der verheerenden Niederlage Österreichs gegen die preußische Armee auch politisch Weichen gestellt.
Weiterlesen »

Forscher sind Philistern auf der Spur

News in Judentum | Israel | Naher Osten 8 Kommentare »
[b]
Je feuchter desto besser, heißt die Devise für die Knochen. Die Zeit drängt. «Wir müssen sie wirklich rausholen, während sie noch feucht sind, sonst zerfallen sie zu Puder», sagt Daniel Master, Leiter der Ausgrabung, während Freiwillige mit Pinseln und Holzstäbchen Skelette freilegen.[/b]

«Nach jahrzehntelangen Untersuchungen dessen, was die Philister zurückgelassen haben, stehen wir endlich den Menschen von Angesicht zu Angesicht gegenüber», sagt Master an diesem Tag Ende Juni. «Mit der Entdeckung sind wir nahe daran, die Geheimnisse ihrer Herkunft zu entschlüsseln.» Seit 1985 haben Archäologen in der Nähe von Aschkelon nach Siedlungsüberresten der Philister gegraben. Dabei entdeckten sie unter anderem mehrere Tempel und ein Stadttor. 2013 stießen sie auf den Friedhof, wie erst jetzt bekannt wurde.
Weiterlesen »

An der Mosel unterwarf Rom das freie Keltentum

News in Das Römische Reich 7 Kommentare »

Archäologen haben das dritte antike Schlachtfeld in Deutschland gefunden, nach Kalkriese und Harzhorn. Wie hier 70 n. Chr. der Aufstand der Treverer scheiterte, lässt sich heute rekonstruieren.


Wer einen Feind aufhalten muss, sucht sich dafür am besten eine Stelle aus, die leicht zu verteidigen ist. Das wusste natürlich auch Iulius Valentinus, ein junger Treverer von ungestümem Gemüt. Im Jahr 70 n. Chr. führte er einen Aufstand der keltischen Stämme aus dem Gebiet der Mosel, gegen die römische Herrschaft an.

Während der innenpolitischen Wirren der vorangegangenen Jahre und des Vier-Kaiser-Jahres 68/69 hatte das Imperium Romanum Truppen aus den Provinzen abziehen müssen; viele Einheimische der unterworfenen Gebiete sahen ihre Chance, das Joch der Fremdherrschaft abzuschütteln. Doch der neue Kaiser Vespasian hatte keineswegs vor, Unruhe an den Rändern des Reiches zuzulassen – und schickte seinen Schwiegersohn Petilis Cerialis nach Germania inferior, um Ruhe zu schaffen.

Die Treverer hatten die Stadt Augusta Treverorum besetzt, das heutige Trier. Cerialis, der laut dem Historiker Tacitus "kampfbegierig" war, sammelte seine Truppen für die fällige Strafexpedition im Legionslager Mogontiacum, dem heutigen Mainz. Von hier aus musste er nach Trier gelangen, um Valentinus zu schlagen. Immerhin eine Strecke von fast 140 Kilometern oder gut fünf Tagesmärschen.

Um schnell von Mogontiacum nach Augusta Treverorum zu gelangen, gab es zwei Wege, beides natürlich römische Militärstraßen. Die eine, eine Talstraße, verlief teilweise entlang der Mosel; etwas flussabwärts des heutigen Ortes Riol passierte sie eine Engstelle zwischen den Steilhängen eines Bergrückens und dem Fluss. Diese Stelle konnt leicht besetzt und gehalten werden, auch gegen eine Übermacht.
Weiterlesen »

Osnabrücker Studentenwohnheim gehörte der Hitlerjugend

News in Das Dritte Reich Noch keine Kommentare »
[b]
Osnabrück. 1938 entstand in schönster Lage am Haster Berg in Osnabrück ein Heim für die Hitler-Jugend, das Johann-Gossel-Heim. Es hat den Krieg überstanden und dient seit 1949 mit Unterbrechungen als Studentenwohnheim. Dem Studentenwerk ist die braune Vergangenheit des Gebäudes offenbar peinlich – es verschweigt sie in seinem Internetauftritt und spricht schwammig von einem „historischen Gebäude mit seiner wechselvollen Geschichte“.[/b]

Die Erziehung der Jugend im nationalsozialistischen Sinne genoss ab etwa 1937 höchste Priorität. Kein Aufwand erschien zu hoch, um den Jugendorganisationen des Regimes für ihre Zusammenkünfte zu Spiel, Sport und paramilitärischen Übungen ein repräsentatives Haus zu schaffen. Für die nördlichen Stadtteile Osnabrücks suchte man einen Standort am Waldrand des Haster Hohn aus, der vielfältige Naturerkundungen und Geländespiele ermöglichte.
Weiterlesen »

Frühestes bekanntes Fest der Menschheit war sorgfältig geplantes Event

News in Frühzeit des Menschen Noch keine Kommentare »
[b]
Jerusalem/Wien – Es war mit Sicherheit keine alltägliche Bestattung: Als vor 12.000 Jahren in der Hilazon-Tachtit-Höhle im westlichen Galiläa eine ältere Frau in ihr Grab gelegt wurde, dürfte das Anlass für ein großes Fest gewesen sein. Zahlreiche Schildkrötenpanzer und abgeschabte Tierknochen weisen auf einen opulenten Leichenschmaus mit mindestens drei Dutzend Teilnehmern hin. Die 2010 vorgestellten Funde gelten bis heute als das früheste bekannte Zeugnis für Festivitäten des modernen Menschen.[/b]
Weiterlesen »

For Peaceable Humans, Don’t Look to Prehistory

News in Frühzeit des Menschen Noch keine Kommentare »

Archaeology has finally laid to rest the idea that earlier human societies were completely peaceful. Melvin Konner on new evidence.


[IMG]https://si.wsj.net/public/resources/images/BN-OS726_MINDMA_12S_20160630170622.jpg[/IMG]
Illustration: Tim Lahan

Along a river in northern Germany, thousands of men lined up for a pitched battle. Some had come great distances, determined to seize or hold this modest waterway. They went at it mercilessly, leaving hundreds dead, many shot in the back while fleeing. Victory was decisive.

World War II? Perhaps the Napoleonic Wars? The 30 Years’ War?

Actually, you won’t find this battle in any history book. It happened around 1250 B.C., roughly the era of the Trojan War and the biblical war of Deborah. The weapons and tactics were similar to those famous conflicts, the numbers mobilized equally impressive.

But in illiterate Northern Europe, no one chronicled the German battle in song and saga, with heroes’ names echoing down the centuries, and no one knew of the event until very recently.
Weiterlesen »

Legionär des Varus vergrub einen Goldschatz

News in Das Römische Reich Noch keine Kommentare »
[b]
Ein sensationeller Goldfund auf dem Gelände der Varusschlacht bei Kalkriese fasziniert die Archäologen. Ein Römer vergrub oder verlor offenbar ein Vermögen, als er um sein Leben kämpfte.[/b]

Gold oder Leben, dem römischen Legionär blieben wohl nur wenige Augenblicke, um die Entscheidung zu treffen. Offenbar wählte er die Flucht und vergrub seine Barschaft. Vielleicht traf ihn aber auch zuvor der tödliche Hieb, und er bedeckte den wertvollen Beutel mit seinem Körper. Auf jeden Fall war es ein kleines Vermögen, das er da in die Urwälder Germaniens mitgenommen hatte, Spargroschen für einen ruhigen Lebensabend, den er damit nun nicht mehr finanzieren konnte.
Weiterlesen »

Kaiser Wilhelms Schatz aus dem Brunnen

News in Kunstgeschichte Noch keine Kommentare »
[b]
In einem Burgbrunnen in Thüringen birgt ein Meeresbiologe einen Sack mit Artefakten von Kaiser Wilhelm I. Der Höhepunkt einer kuriosen Geschichte.
Von Hubert Filser[/b]

Mehr als 70 Jahre lang lag der kleine, golden schimmernde Elefant 176 Meter weit unten auf dem Grund des weltweit wohl tiefsten Brunnens. Aus diesem Loch, dem Burgbrunnen auf dem geschichtsträchtigen Mittelgebirge Kyffhäuser in Thüringen, hat ihn ein Team um den Meeresbiologen Hans Fricke geborgen. Zu weiteren Funden gehören eine kleine Krone mit 100 Halbedelsteinen, ein klappbares Kaffeekännchen, Schmuck (zweites Foto), Medaillons und Amulette - alles Dinge, die wohl einst dem der Burg angegliederten Denkmalmuseum zu Ehren Kaiser Wilhelms I. geschenkt wurden - und seit Jahrzehnten als verschwunden galten.
Weiterlesen »

Forscher stoßen auf riesige Stadt bei Angkor Wat

News in Indien | Ferner Osten 1 Kommentar »
[b]
Archäologen haben Reste einer großen Siedlung bei der berühmten Tempelanlage im Dschungel entdeckt. Es handelt sich wohl um die größte Metropole des 12. Jahrhunderts.[/b]

In der Nähe der Tempelanlage Angkor Wat in Kambodscha haben Archäologen riesige mittelalterliche Siedlungsreste entdeckt. Mithilfe spezieller Lasermessungen (Lidar) aus der Luft konnten sie Strukturen unter bewaldeten Böden erkennen. Experten zufolge handelt es sich um die aufwendigste archäologische Studie aus der Luft, die jemals gemacht wurde.
Weiterlesen »

Und sie streiten noch immer

News in Westeuropa Noch keine Kommentare »

Gehen oder bleiben? Großbritannien stimmte 1975 schon einmal über den Brexit ab.
Von Matthias Krupa


[IMG]http://img.zeit.de/wissen/geschichte/2016-06/margaret-thatcher-brexit/bitblt-820x461-a3e51d71c8dda868e84c15b7e77b675bec3f935b/wide[/IMG]
Die Vorsitzende der Tories, Margaret Thatcher, warb vor rund vierzig Jahren für einen Verbleib in der EG. © P. Floyd/Daily Express/Hulton Archive/Getty Images

Margaret Thatcher will keine Zweifel aufkommen lassen, auf welcher Seite sie steht. Dafür ist sie bereit, auch Risiken zu tragen. An dem Frühsommertag 1975, als die Briten über den Verbleib in der Europäischen Gemeinschaft (EG) abstimmen, schlüpft die Vorsitzende der Tories in ein enges, dicht bedrucktes Oberteil. Modisch gewagt, aber politisch eindeutig, prangen darauf die Flaggen der neun EG-Länder, die französische Trikolore und der dänische Dannebrog gleich neben dem Union Jack. "Ein für alle Mal", fordert Thatcher, müsse im Referendum die Frage beantwortet werden, welchen Platz das Vereinigte Königreich künftig einnehmen wolle: "Wir gehören zu Europa."
Weiterlesen »

Der doppelte Nationalspieler

News in Persönlichkeiten in der Neuzeit Noch keine Kommentare »
[b]
Polen oder Deutschland? Lukas Podolski musste sich entscheiden, Ernst Willimowski spielte 70 Jahre vor ihm in beiden Teams - mit besserer Torquote als Gerd Müller. Das Porträt eines Ausnahme-Fußballers am Tag des EM-Spiels Deutschland-Polen.[/b]

Die Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 1938. Der 22-jährige Ernst Willimowski ist einer der besten Spieler des Turniers. Gegen Brasilien schießt er vier Tore für Polen: WM-Rekord für mehr als ein halbes Jahrhundert. Nur vier Jahre später trifft der Dribbelkünstler erneut vier Mal in einem Länderspiel. Nun trägt er aber nicht mehr den weißen, sondern den schwarzen Adler auf der Brust. Wer ist dieser Willimowski?
Am 23. Juni 1916 wird er in Kattowitz als Ernest Willimowski geboren. Noch ist die Stadt Teil des deutschen Kaiserreichs. Doch schon zwei Jahre später, nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, wird Kattowitz polnisch. Willimowskis Vater ist gefallen, die Mutter kümmert sich allein um den lebhaften Jungen. Sie fühlt sich als Deutsche und erzieht ihren Sohn entsprechend. Er geht auf die deutsche Schule und in den deutschen Fußballverein, den 1. FC Kattowitz.
Weiterlesen »

«Letzte Habe» - Spuren aus Auschwitz

News in Das Dritte Reich Noch keine Kommentare »
[b]
Die Funde sind bescheiden, doch für Historiker ein Schatz - letzte Alltagsgegenstände von in Auschwitz ermordeten Häftlingen. Jahrzehntelang war die letzte Habe verschollen. Die Rückkehr ist für die Gedenkstätte wie der erfolgreiche Ausgang einer Schatzsuche.[/b]

Die Taschenuhr, die Piotr Cywinski vorsichtig in der Hand hält, ist verrostet. Trotzdem hat der Direktor der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau Handschuhe angezogen, um die alte Uhr vor Staub- oder Hautpartikeln zu schützen.

Wie der Hornkamm, dem ein paar Zacken abgebrochen sind, wie die Dutzende Löffel und Gabeln, leere Medikamentenflaschen und Zahnbürsten erinnert die Uhr als stummer Zeuge an die mehr als 1,1 Millionen in Auschwitz ermordeten Menschen.
Weiterlesen »

Dieser Tote machte Münster Angst

News in Sonstiges im Mittelalter Noch keine Kommentare »

Archäologen haben an der Jüdefelderstraße einen Sensationsfund gemacht. In einem Grab wurde offenbar ein Mensch beerdigt, den seine Zeitgenossen für einen „Untoten“ hielten.


[IMG]http://static.wn.de/var/storage/images/wn/startseite/muenster/2407502-sensationsfund-dieser-tote-machte-muenster-angst/70520438-3-ger-DE/Sensationsfund-Dieser-Tote-machte-Muenster-Angst_image_630_420f_wn.jpg[/IMG]Grabungshelfer legen das auf dem Bauch liegende Skelett frei

Sensationsfund an der Jüdefelderstraße: Bei Ausgrabungen haben Archäologen das perfekt erhaltene Skelett eines Toten freigelegt, der auf dem Bauch liegend beerdigt wurde. Die ungewöhnliche Art der Bestattung deutet nach Einschätzung von Stadtarchäologin Dr. Aurelia Dickers darauf hin, dass es sich um einen „Untoten“ handeln könnte, der in der Volkskunde als Verwandter der Vampire eingestuft wird.
Weiterlesen »

Prälat in Dachau: Der letzte Zeuge

News in Das Dritte Reich Noch keine Kommentare »
[b]
Ochtrup. Mit Hermann Scheipers hatten die Schutzengel viel zu tun: Der Prälat entging im Konzentrationslager Dachau mehrmals dem Tod. Nun ist der letzte Überlebende aus dem "Priesterblock" des KZ mit 102 Jahren gestorben. Eine Begegnung. Von Martina Stöcker[/b]

Hermann Scheipers ist der letzte Überlebende aus dem "Priesterblock" im Konzentrationslager Dachau. Auf Geheiß des SS-Reichsführers Heinrich Himmler wurden ab 1940 alle inhaftierten Geistlichen nach Dachau verlegt und in einem speziellen Block konzentriert. Knapp 3000 Geistliche aus aller Herren Länder waren in den drei Baracken untergebracht. Scheipers, der in Ochtrup geboren wurde und in Münster studiert hatte, war wegen der "Priesterschwemme" im Münsterland ins Bistum Meißen gegangen. Dort wurde er im Oktober 1940 inhaftiert, weil er verbotenerweise mit polnischen Zwangsarbeitern die Messe gefeiert hatte. "Scheipers ist ein fanatischer Verfechter der katholischen Kirche und deswegen geeignet, Unruhe in die Bevölkerung zu tragen. Daher weitere Schutzhaft im KZ Dachau", heißt es in seiner Gestapo-Akte. Im März 1941 wurde er in das Lager nahe München überstellt.
Weiterlesen »

Räuberbanden im Mittelmeer

News in Das Alte Ägypten 3 Kommentare »
[b]
Wer entfachte den Seevölkersturm, wie kam es zur Schlacht um Troja? Ein Archäologe glaubt zu wissen, wer am Ende der Bronzezeit Weltgeschichte schrieb: Er meint, es waren die Luwier.[/b]

Der Sturm, der über die Ägäis und den östlichen Mittelmeerraum hinwegfegte, hinterließ das Bild einer epochalen Zerstörung. Er legte Knossos auf Kreta in Schutt und Asche und das kleinasiatische Milet ebenfalls. In Griechenland fielen ihm die Paläste des mächtigen Mykene zum Opfer.
Weiterlesen »

70 Jahre CARE-Paket: Ankunft der ersten Hilfslieferungen

News in BRD | DDR Noch keine Kommentare »
[b]
Bonn (ots) - Es jährt sich der Beginn einer der größten humanitären Hilfsoperationen: Am 9. Mai 1946, vor genau 70 Jahren, erreichten die ersten CARE-Pakete aus den USA das europäische Festland. Von Le Havre aus wurden sie zunächst in Frankreich verteilt. Am 15. Juli 1946 kam dann die erste Fracht in Deutschland an. [/b]
Weiterlesen »

Münzschatz in Felsspalte der Sächsischen Schweiz entdeckt

News in Sonstiges in der Neuzeit Noch keine Kommentare »
[b]
Dresden. Ein Bergsteiger hat in der vergangenen Woche in der Sächsischen Schweiz ein Versteck mit 800 bis 1 000 historischen Silbermünzen gefunden.[/b]
Weiterlesen »

Forscher untersuchen ältestes Babygrab Deutschlands

News in Frühzeit des Menschen Noch keine Kommentare »
[b]
In der mittleren Steinzeit lebten die Menschen im heutigen Mitteleuropa als Nomaden. Ihre Toten begruben sie dort, wo sie gerade Rast machten. Die Entdeckung auf einem Hügel in der brandenburgischen Uckermark von Dutzenden Skeletten, darunter dem eines Babys, war darum eine Sensation. Forscher an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin untersuchen jetzt den Fund.[/b]
Weiterlesen »

(C) Daniel Oswald